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Erwin Junker Maschinenfabrik auf der AMB 2018

Schrägeinstechschleifen erweitert Jupiter-Möglichkeiten

| Redakteur: Peter Königsreuther

Mit der Schleifmaschine Jupiter 200 S von Junker – einer Weiterentwicklung der Jupiter 200 – sollen sich künftig auch Produkte mit Planschultern und Stirnflächen fertigen lassen. Die Funktion Schrägeinstechschleifen mache es möglich. Vorgestellt wird die neue Maschinenvariante auf der AMB in Halle 5 am Stand C81.

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Mit der spitzenlosen Rundschleifmaschine Jupiter 200 S von Junker, die man zur AMB 2018 präsentiert, könne eine große Bandbreite an Werkstücken präzise bearbeitet werden – vom Rohr bis zum Hydraulikschieber. Hier ein Bearbeitungsbeispiel an einem Rohr. Halle 5 am Stand C81.
Mit der spitzenlosen Rundschleifmaschine Jupiter 200 S von Junker, die man zur AMB 2018 präsentiert, könne eine große Bandbreite an Werkstücken präzise bearbeitet werden – vom Rohr bis zum Hydraulikschieber. Hier ein Bearbeitungsbeispiel an einem Rohr. Halle 5 am Stand C81.
(Bild: Junker)

Die Jupiter 200 S von Junker bietet außerdem eine spezielle Verfahrensvariante, wie das Unternehmen betont: Anders als beim herkömmlichen Einstechschleifen ist beim Schrägeinstechschleifen der Schleifspindelstock um 10° schräggestellt. Damit werde das spitzenlose Schleifen von Planschultern oder Stirnflächen möglich und die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten erweitern sich – etwa für die Präzisions- und Metallbearbeitung, der Werkzeugindustrie sowie bei Lohnschleifern.

Die Schleifmaschine bearbeitet unterschiedlichste Materialien von Stahl bis Hartmetall mit hoher Präzision, heißt es. Zu den typischen Werkstücken zählt Junker Rotoren, Kolbenteile und Profilrollen. Die Jupiter 200 S basiere auf dem bestehenden Jupiter-Konzept, das seit Jahren erfolgreich im Einsatz sei und beispielsweise für Lagerteile, Wellen und Motorenteile eingesetzt werde. In den Anlagen sind Messsysteme verbaut, die auch bei sehr schneller Produktion hervorragende Qualität sichern, so Junker.

Hohe Produktivität durch kurze Taktzeiten

Das spitzenlose Schleifen ermöglicht eine hohe Ausbringmenge mit kurzen Taktzeiten. Es gibt zwei Arten, wie Junker anmerkt: das Durchgangsschleifen und das Einstechschleifen.

Beim spitzenlosen Durchgangsschleifen wird ein Teil nach dem anderen (im Strang) durch die Schleifzone geführt. Dies funktioniere bei Werkstücken mit einheitlichem Durchmesser gut. Beim spitzenlosen Einstechschleifen hingegen werden die Werkstücke kurz fixiert und mit einer geeigneten Ladevorrichtung der Maschine zugeführt, erklärt der Hersteller. Das Profil der Scheibe entspreche dabei dem Negativprofil der Werkstückkontur: So könnten am Werkstück alle Durchmesser in einem Einstich geschliffen werden. Die Rüstzeit reduziere sich drastisch, weil die Maschinen die Positionen der Schleif- und Regelscheiben automatisch berechnen könnten. Zudem, heißt es, lassen sich über das Bedienpanel die Schleifspaltkomponenten Schleifscheibe, Regelscheibe und Auflageschiene bequem steuern.

CNC-Höhenversellung spart Einrichtzeit

Möglich wird das auch durch eine laut Junker ausgefeilte Konstruktion: Die Maschinenparameter und Steifigkeit der Schleifspaltkomponenten seien optimal abgestimmt. Und die CNC-Höhenverstellung der Auflageschiene führe zwei entscheidende Vorteile in Feld: Erstens sorgt sie für schnelleres Einrichten, weil sich alle drei Schleifspaltkomponenten (Schleifscheibe, Regelscheibe und Auflageschiene) vom Bedienpanel aus steuern ließen. Zweitens bleibt die Werkstückachse während des Schleifprozesses auf einer Höhe, was beim spitzenlosen Schleifen einen positiven Einfluss auf die Werkstückqualität hat, wie Junker erklärt. Außerdem passen die Experten von Junker jede Maschine exakt an die Kundenanforderungen an, heißt es. Bei Schleifversuchen im Junker-Technologiezentrum werde für jede Anwendung die optimale Maschinenkonfiguration ermittelt und in einer Messstation geprüft. Damit könne der Anwender in seiner Produktion optimale Ergebnisse erzielen.

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