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Schweizer Industrie wird nach gutem Geschäftsjahr mulmig

| Autor: Stéphane Itasse

Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr 2018 zurück. Allerdings rechnet der Verband Swissmem damit, dass der Aufschwung nicht mehr weitergeht.

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In der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie laufen die Maschinen nicht mehr ganz so auf Hochtouren wie 2018.
In der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie laufen die Maschinen nicht mehr ganz so auf Hochtouren wie 2018.
(Bild: Vischer & Bolli)

Im vergangenen Jahr nahmen die Auftragseingänge in der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM-Industrie) im Vergleich zu 2017 um 6,5 % zu. Auch die Umsätze stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 11,4 %. Der gute Geschäftsgang wirkte sich auf die Kapazitätsauslastung in den Betrieben aus. Diese bewegte sich über das gesamte Jahr hinweg mit durchschnittlich 91,3 % deutlich über dem langjährigen Mittelwert von 86,4 %.

Erträge der Unternehmen bessern sich

Ebenfalls erfreulich entwickelte sich die Beschäftigungslage. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2018 um 7800 auf insgesamt 320.400 Beschäftigte.

Des Weiteren hat sich auch die Ertragslage gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. In der Umfrage zum Geschäftsjahr 2018 meldeten 13 % (2017: 14%) der Unternehmen einen Verlust auf Stufe Ebit. Eine zwar positive, aber letztlich unbefriedigende Marge von 0 bis 5 % gaben 24 % (2017: 26 %) der Firmen an. Immerhin 44 % (2017: 40 %) der Betriebe erzielten eine gute Marge von über 8 %. Unter dem Strich konnte die MEM-Industrie die nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses erlittenen Margenverluste noch nicht wettmachen, wie Swissmem resümiert.

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Die Exporte wuchsen 2018 um 4,4 % und erreichten einen Wert von 69,7 Mrd. Schweizer Franken. Insbesondere die Ausfuhren in die USA stiegen kräftig (+ 9,5 %). Auch jene in die EU nahmen zu (+ 5,4 %). Einzig die Exporte nach Asien reduzierten sich um 2,1 %, wofür Swissmem vor allem die schwierige Geschäftssituation im Mittleren Osten verantwortlich macht. Die insgesamt positive Exportentwicklung erfasste alle wichtigen Warengruppen.

Auftragseingänge geben 2018 wieder nach

Im sehr guten Jahr 2018 schwächte sich allerdings die Wachstumsdynamik im dritten und vierten Quartal ab. Zwar nahmen die Umsätze um 8,5 % (Q3/18) beziehungsweise 5,7 % (Q4/18) im Vergleich zum Vorjahresquartal. Jedoch reduzierten sich die Auftragseingänge im Vergleich zu den Vorjahresperioden im dritten (– 6 %) und vierten Quartal (– 11,3 %). Aufgrund der konjunkturellen Abkühlung auf den wichtigsten Absatzmärkten rechnet Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher nicht mit einer Fortsetzung des Aufschwungs: „Es fehlen die Wachstumsimpulse aus dem Ausland. Als Folge der generellen Konjunkturabkühlung in vielen zentralen Märkten dürfte es somit in den nächsten Monaten zu einer Seitwärtsbewegung in der Geschäftsentwicklung der MEM-Industrie kommen.“ Darüber hinaus seien der Brexit, die Schuldensituation in einigen EU-Staaten sowie die schwelenden Handelskonflikte die bedeutendsten Unsicherheitsfaktoren.

Auch die Unternehmer der MEM-Industrie zeigen sich nicht mehr so optimistisch wie noch vor einem Jahr. Damals erwarteten 53 % der Unternehmer höhere Aufträge. Dieser Wert hat sich innerhalb von einem Jahr um 21 Prozentpunkte auf 32 % reduziert. Gemäß der jüngsten Swissmem- Befragung gehen 45 % für das Jahr 2019 von gleichbleibenden Aufträgen aus dem Ausland aus. Mit sinkenden Bestellungen rechnen 23 %.

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 Stéphane Itasse

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, MM MaschinenMarkt