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Das Prinzip der Antriebskonstruktion ist vergleichbar dem einer Sternwarte. Die Drehbewegung wird über eine ringförmige Laufschiene durchgeführt, die nach der Montage einen maximalen Höhenschlag von 0,5 mm aufweist. Die Lastabtragung des Drehturms erfolgt über 15 Lagerpunkte, die als Fahrschemel auf der Laufschiene verfahren und von denen jeder bis zu 20 t aufnehmen kann. Acht der 15 Fahrschemel werden durch direkt angeflanschte Servoaktuatoren der Baureihe TPMA 110 angetrieben.
Die Fahrschemel sind jeweils um 45° versetzt angeordnet, werden von einer Controller- und Steuerungseinheit synchronisiert und bringen den Turm in eine harmonische Drehbewegung. Diese orientiert sich im Normalbetrieb automatisch am Sonnenstand, kann bei Bedarf aber auch individuell betrieben werden. Eine Gesamtbewegung um 360° dauert dabei nur wenige Minuten.
Rotative Servoaktuatoren der Baureihe TPMA kombinieren Planetengetriebe mit AC-Servomotor
Die rotativen Servoaktuatoren der Baureihe TPMA (Bild 3) sind leistungsstarke, kompakte und integrierte Antriebssysteme. Die Kombination aus einem spielarmen und hoch verdrehsteifen Planetengetriebe und einem AC-Servomotor kommt ohne zusätzliche Antriebskomponenten wie Gegenlager oder Kupplungen aus. Drei verschiedene Versionen stehen zur Verfügung, darunter als größte der TPMA 110 mit einem maximalen Beschleunigungsmoment (T2B) von 2600 Nm und einer maximalen Drehzahl von 21 min-1 in der gewählten Ausführung.
Typische Einsatzgebiete dieser kupplungslosen Systeme mit integriertem High-Torque-Getriebe sind dort zu finden, wo es auf höchste Beschleunigungs-, Stillstands- und Haltemomente ankommt und gleichzeitig aus Präzisionsgründen ein Maximum an Antriebssteifigkeit bei geringer Trägheitsmasse gefordert wird. Die im Dome verbauten Einheiten wurden mit Übersetzung i=220 und integriertem Resolver-Gebersystem zur Positions- und Drehzahlerfassung ausgerüstet.
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