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Alternativ einsetzbar sind Schnittstellen wie En-Dat und Hiperface – eine offen konzipierte Standardschnittstelle mit acht Leitungen, die die bidirektionale Kommunikation zwischen Antriebsregelung und dem Gebersystem des TPMA110 ermöglicht. Controllertypen und Steuerungen unterschiedlicher Hersteller können individuell adaptiert werden. Einer der acht Servoaktuatoren im Dome besitzt zusätzlich eine wartungsfreie Permanentmagnet-Bremse zum Festhalten der Motorwelle im stromlosen Zustand.
Das Haltemoment, das durch die Bremse an einem der Fahrschemel bereitgestellt wird, reicht aus, um den Turm jederzeit sicher zu fixieren. Die sehr guten Gleichlaufeigenschaften sowie das niedrige Laufgeräusch der Servoaktuatoren von nur 70 dB(A) bei 3000 min-1 waren für diese Aufgabenstellung ebenfalls wichtig, weil die Antriebe offen in das Innenleben des Turms integriert sind. Auch die Fahrschemel wurden so konstruiert, dass sie zur Vermeidung von Fahrgeräuschen sowohl in der Neigung als auch im Lenkwinkel einstellbar sind.
Turmsteuerung verarbeitet komplexe Witterungsinformationen
In gleicher Weise, wie sich Sonnenblumen im Tagesverlauf nach der Sonne ausrichten, folgt auch der Drehturm der Sonnenbahn. Dafür verarbeitet die Steuerung Informationen über den Sonnenauf- und Sonnenuntergang ebenso wie aktuelle Wetterinformationen, beispielsweise Temperatur, Windgeschwindigkeit oder Luftfeuchte. Die Nachführung des Solardaches erfolgt kontinuierlich in kleinen Zeitabständen, so dass immer ein optimaler Einstrahlwinkel gegeben ist.
Beim morgendlichen Start fragt die Steuerung über die Resolver-Schnittstelle die Positionsdaten der Aktuatoren ab. Ihr Absolutwert dient der Kommutierung und der Rotorlageinformation beim Einschalten der Servoaktuatoren. Danach wird inkremental über Sinus-/Cosinussignale weitergezählt. Je nach Jahreszeit und Tageslichtverhältnissen passt die Steuerung die Drehbewegung des Turms an die aktuellen Gegebenheiten an. Nach Sonnenuntergang wird der Drehturm automatisch in die Startposition für den nächsten Morgen gebracht. Über das Bedienpanel im Turm ist es aber auch möglich, jede andere gewünschte Ausrichtung anzufahren.
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