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Drehmaschinen

Servokonventionelles Drehen hilft Motoren auf die Sprünge

| Autor/ Redakteur: Beatrix Richter / Peter Königsreuther

Drehmaschinen Im Rennsport geht nichts „von der Stange“. Tuning heißt das Zauberwort, um schneller als die anderen ins Ziel zu kommen. Ein Spezialist setzt bei der Pferdestärkenerhöhung von edlen Antrieben aus vielen Gründen auf servokonventionelle Drehmaschinen.

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Damit ein restaurierter Motor wieder geschmeidig läuft, müssen etwa seine Ventildurchführungen aufs Hunderstel präzise sein. Das klappt mit der Servoturn 410/1000 von Knuth.
Damit ein restaurierter Motor wieder geschmeidig läuft, müssen etwa seine Ventildurchführungen aufs Hunderstel präzise sein. Das klappt mit der Servoturn 410/1000 von Knuth.
(Bild: Knuth)

Mit einem Teilehandel fing für Ralf Welzmüller aus Dettenhausen vor 30 Jahren alles an. Aus einem 6 m² großen Keller verkaufte der leidenschaftliche Motocross-Fahrer Tuningteile und reparierte bereits Rennmaschinen für Freunde.

Sukzessive wurden Geschäft und Tuningwerkstatt für Motorrad- und Quadumbauten größer. Sein Unternehmen ABP Racing Ralf Welzmüller e. K. hat sich im Laufe der Jahre dabei stets mit den herrschenden Anforderungen gewandelt. „Man sollte immer sehen, wie sich der Markt entwickelt, und sich dann rechtzeitig neu positionieren“, so Welzmüller.

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Ein hochgefragter Spezialist für Zylinderkopf-Reparaturen

Den gut ausgerüsteten Leistungsprüfstand seiner Werkstatt vermietet er heute etwa auch an andere Tuner. Auch der Verkauf der von ihm entwickelten Tuningteile läuft gut. Sein Herz schlägt jedoch für vor allem für sein drittes Standbein, denn Welzmüller stützt sich auch auf die Optimierung und Reparatur von Zylinderköpfen. Er ist als Spezialist bekannt und und sehr gefragt.

Oldtimermotoren können für Kopfzerbrechen sorgen

Seine Kunden bringen ihm vertrauensvoll auch Zylinderköpfe von hochpreisigen beziehungsweise sehr alten Autos und Motorrädern, für die die Ersatzteile entweder sehr teuer oder heute nicht mehr zu bekommen sind. Für manche ist ABP die letzte Hoffnung, um ihren betagte Boliden wieder über die Straße bewegen zu können. „Einen seltenen Bianchi aus den Dreißigerjahren konnten wir dadurch retten, dass wir den stark beschädigten Zylinderkopf aufwendig restauriert haben“, erinnert sich Welzmüller. Dieses schöne Fahrzeug im Originalzustand laufen zu sehen, sei ein unbezahlbarer Anblick für ihn.

Bei der Bearbeitung der Zylinderköpfe sind Know-how und Erfahrung ebenso gefragt wie die Fähigkeit, in höchster Präzision zu fertigen. „Speziell bei Vorkriegsmodellen, in denen andere Materialien als heute mit anderen thermischen Eigenschaften stecken, kann das knifflig werden“, betont Welzmüller. Damit ein Motor später geschmeidig läuft, komme es auf Hundertstelmillimeter an.

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