Positionsanzeigen

Sichere Bedienerführung bei der Formatverstellung

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Positionsanzeigen müssen gut ablesbar sein

Für mögliche Formatverstellungen auf veränderte Produkt- oder Verpackungsgrößen sind in allen Somic-Maschinen mechanische Positionsanzeigen von Siko, einem Spezialisten für industrielle Mess- und Antriebstechnik, verbaut. „Mit Siko verbindet uns bereits eine langjährige, gute Zusammenarbeit, was die mechanischen Positionsanzeigen angeht“, betont Dr. Johann Härtl, Leiter der Konstruktion bei Somic. „Seit nun circa neun Jahren setzen wir auch auf die elektronischen, busfähigen Siko-Anzeigen, zunächst die AP04 und inzwischen das Nachfolgemodell AP05. Diese sind sehr kompakt, einfach in die Maschinensteuerung zu integrieren und sehr bedienerfreundlich im Hinblick auf Ablesbarkeit und Eindeutigkeit.“ Die Verstellungen bei Somic-Kundenmaschinen sind sehr unterschiedlich: „Es gibt Maschinen mit nur einer einzigen For­mat­einstellung, sogenannte Highrunner-Linien. Andere Kunden dagegen haben bis zu 20 oder 30 Formate auf den Anlagen und nutzen die volle Flexibilität aus. Manche fertigen sogar Wraparound- und Tray-Verpackungen auf einer einzigen Maschine, wo unterschiedlichste Produkte verpackt werden müssen.“

Somic deckt ein großes Produktspektrum im Lebensmittelbereich, aber auch bei Non-Food, Pharmazie und Kosmetik ab. Härtl erläutert: „Alles, was im Supermarkt in einer Tray-Verpackung steht, könnte in einer Somic-Maschine verpackt worden sein.“

Prozesssicherheit mit Rot-Grün-System

Die Vorteile der überwachten Formatverstellung, wie sie durch die Integration der elektronischen Siko-Positionsanzeigen möglich ist, sind schnellere Umrüstzeiten, eine ergonomische Bedienung und eine hohe Prozesssicherheit. Der Bediener wählt das jeweilige Format, das in der Maschinensteuerung als Rezept hinterlegt ist, einfach an und die Maschinensteuerung sendet die neuen Sollwerte an die zu verstellenden Anzeigen.

Die hinterleuchteten Flüssigkristallanzeigen (LCD) sind gut ablesbar und darüber hinaus mit grünen und roten Status-LED versehen. Wenn über das Drehen einer Kurbel der korrekte Wert erreicht ist, springt die LED auf Grün um: Position erreicht. Andernfalls leuchtet die LED weiterhin rot und es muss nachjustiert werden. Zudem zeigen Pfeile auch die Richtung an, in die verstellt werden muss.

Weil über die Kommunikationsschnittstelle der Siko-Positionsanzeigen der Maschinensteuerung immer die aktuellen Positionsinformationen vorliegen, kann ausgeschlossen werden, dass beim Wiederanfahren der Maschine fehlerhafte Einstellungen zu Qualitätsproblemen oder sogar Beschädigungen an Maschinenteilen führen könnten. Die Verstellung mit elektronischen Anzeigen ist gerade bei Maschinen mit vielen Verstellpunkten und häufigen Wechseln deutlich effizienter:

Die Maschine hat alle Vorgabewerte eingespeichert; Sollpositionen müssen nicht mehr händisch aus Formatlisten herausgesucht werden.

Zeit einsparen durch Quick-Change-Prinzip

Die Faktoren Zeitersparnis und Effizienz werden bei Somic nicht nur über elektronische Siko-Positionsanzeigen beim Formatwechsel, sondern auch über das Quick-​Change-Prinzip gewährleistet. Da­bei werden Formatteile im Ganzen in der Maschine gewechselt. Dazu reicht ein Schnellhebelverschluss, durch den kein weiteres Werkzeug benötigt wird. Durch die Kombination von Verstellung durch elektronische Positionsanzeige und Quick-Change-Prinzip können diese Verpackungsmaschinen deutlich effizienter auf neue Maße eingestellt werden.

Die Resonanz der Kunden auf die elektronisch überwachte Formatverstellung ist sehr positiv, weiß Härtl: „Die Ausrüstung mit der AP05 ist optional; standardmäßig sind mechanische Siko-Zähler verbaut. Der Trend geht aber ganz klar zu den elektronisch überwachten Anzeigen, zumal circa 90 bis 95 % unserer Maschinen Formatverstellungen erfordern.“

Etwa 50 % der Kunden setzen schon auf die elektronische Variante, wobei Somic dabei noch einen weiteren Anstieg erwartet. Härtl ist sich sicher: „Die Digitalisierung der Maschinen nimmt weiter zu. Und die AP05 ist ein Sensor mehr, der mir hilft, Maschinendaten aufzunehmen. So weiß ich zum Beispiel auch, wann ich mit welcher Charge welche Einstellung gefahren habe, und kann die Daten speichern.“

Der nächste Schritt ist die Vollautomatisierung

Der nächste Ausbauschritt wäre die Vollautomatisierung der Formatverstellung über Stellantriebe. Bei Somic werden bereits erste Konzepte erprobt, weil auf Kundenseite der Wunsch nach einer zunehmenden Flexibilisierung der Maschinen bei gleichzeitig großer Prozesssicherheit hoch ist, um möglichst wirtschaftlich viele verschiedene Formate abbilden zu können.

Je mehr Verstellpunkte es gibt und je häufiger die Formate gewechselt werden müssen, desto interessanter wird die vollautomatische Verstellung. Auch dabei ist das Unternehmen hinsichtlich vollautomatischer Stellantriebe bereits mit Siko im Gespräch. „Wir unterstützen gern bei Weiterentwicklungen und neuen Projekten“, betont Moritz Müller, Produktmanager Positionline bei Siko. „Dazu zählen zum Beispiel die Einbindung von IO-Link-Schnittstellen zur Vereinfachung der Integration in die Maschinensteuerung oder die Vollautomatisierung über unsere anbaukompatiblen Kompaktstellantriebe.“

* Michaela Wassenberg ist freie Journalistin in 90408 Nürnberg. Weitere Informationen: Siko GmbH in 79256 Buchenbach, Tel. (0 76 61) 3 94-0, info@siko.de

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