Abspaltung Siemens Energy will sich von Transformation of Industry trennen

Quelle: T. Käckenhoff und Chr. Steitz / Reuters 2 min Lesedauer

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Gestern berichtete das Manager Magazin darüber, dass Siemens Energy die Abspaltung des Sparte Transformation of Industry in Erwägung zieht ...

Die Nachrichtenagenur Reuters beruft sich auf Berichte im Manager Magazin, dass Siemens Energy den nicht gerade kleinen Sektor Transformation of Industry abstoßen könnte ...(Bild:  Siemens Energy)
Die Nachrichtenagenur Reuters beruft sich auf Berichte im Manager Magazin, dass Siemens Energy den nicht gerade kleinen Sektor Transformation of Industry abstoßen könnte ...
(Bild: Siemens Energy)

Unter Berufung auf ein internes Papier, Konzernstrategen seien zu dem Schluss gekommen, dass eine Trennung von dem Geschäft mit rund 17.000 Mitarbeitern perspektivisch sowohl für die Einheit als auch für die Aktionäre ein Gewinn wäre. Siemens Energy erklärte dazu,

regelmäßig sein Portfolio zu überprüfen. "Im Rahmen dieses laufenden Prozesses prüfen wir die optimale langfristige Aufstellung, um den Wachstumskurs unseres Geschäftsbereichs Transformation of Industry zu beschleunigen." Es gebe hierzu aber keinerlei Entscheidungen. Die Sparte unterstützt Industrieunternehmen beim Klimaschutz, etwa beim Ausstoß von Kohlendioxid und beim Energieverbrauch. Das Angebot umfasst Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für Kunden etwa aus der Öl-, Gas-, Chemie- oder Stahlindustrie. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Bereich einen Umsatz von 5,7 Milliarden Euro.

Investorenkritik hagelt auf die Siemens-Sparte nieder

Das Magazin berichtete auch, dass Siemens Energy den internen Unterlagen zufolge in einem ersten Schritt rund 60 Prozent der Anteile abstoßen kann. Denkbar wären ein Spin-off oder ein Börsengang. Die verbleibenden 40 Prozent an der Sparte würde Siemens Energy zumindest übergangsweise selbst behalten. Für den Fall, dass zusätzliche Investoren an Bord kämen, könne der Bereich seinen jährlichen Umsatz bis 2031 im Vergleich zu 2025 um über 75 Prozent auf zehn bis elf Milliarden Euro ausweiten. Der Gewinn ließe sich auf 1,6 bis 1,8 Milliarden grob verdreifachen. Die Experten von Citi verweisen darauf, dass die Bedeutung der Sparte deutlich hinter den boomenden Gas- und Netzgeschäften zurück bleibt, weshalb es unwahrscheinlich ist, dass die Zukunft des Bereichs zum bestimmenden Thema bei Siemens Energy wird.

Die Arbeitnehmerseite will Transparenz und keine Gerüchte

Die Arbeitnehmervertreter äußerten sich zurückhaltend: Natürlich muss sich der Vorstand regelmäßig mit Portfolio, Strategie und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens beschäftigen, hieß es in einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Info des Gesamtbetriebsrats und der IG Metall an die Beschäftigten. Veränderungen, die Beschäftigte, Standorte und Perspektiven beträfen, müssten aber zuerst mit den Vertretern der Belegschaft besprochen werden. Transparenz statt Gerüchte lautet dazu der Leitspruch, den der Betriebsratschef Robert Kensbock und der zweite Vorsitzende der IG Metall Jürgen Kerner, der auch Mitglied des Aufsichtsrats von Siemens Energy ist, propagieren.

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