Simulation im Engineering
Simulation muss näher an den Entwurf!

Ein Gastbeitrag von Michele Del Mondo * 4 min Lesedauer

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Es könnte laut PTC mehr gehen in der Produktentwicklung, doch noch immer werden Konstruktionsdaten erstellt und erst dann an die Simulationsabteilung weitergegeben. Dieser Ansatz ist nicht mehr zeitgemäß. Simulation muss frühzeitig und parallel zur Konstruktion in den Entwicklungsprozess integriert werden.

Simulation ist kein externes Tool für die Qualitätssicherung sondern Teil des Konstruktionsprozesses. So lassen sich auch komplexe Bauteile besser beherrschen.(Bild:  PTC)
Simulation ist kein externes Tool für die Qualitätssicherung sondern Teil des Konstruktionsprozesses. So lassen sich auch komplexe Bauteile besser beherrschen.
(Bild: PTC)

Trotz modernster Tools und hochqualifizierter Teams bleiben viele Entwicklungsprojekte hinter ihren Möglichkeiten zurück. Simulation, eigentlich ein zentraler Baustein der digitalen Produktentwicklung, wird häufig erst spät im Prozess eingebunden. Konstruktionsdaten werden also erstellt, freigegeben und erst dann an spezialisierte Simulationsabteilungen weitergegeben. Die Folge: Rückmeldungen kommen oft zu einem Zeitpunkt, an dem größere Anpassungen kaum noch realisierbar sind. Zeitpläne geraten ins Wanken, Schleifen häufen sich. Der hohe Aufwand für nachträgliche Korrekturen belastet Budgets und limitiert Innovationsfähigkeit.

Dieses Vorgehen basiert auf überholten Strukturen. Entwicklung findet heute jedoch verteilter statt, bei gleichzeitig wachsendem Systemumfang und höherem Zeitdruck. Der klassische, sequenzielle Ansatz – erst modellieren, dann simulieren – ist nicht mehr zeitgemäß. Immer mehr OEMs passen ihre Prozesse entsprechend an.