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Die Grundreinigung fungiert als Werkzeug-Jungbrunnen
Die Reinigung aller Teile ist dann das grundsätzliche Vorgehen, samt Prüfung aller Komponenten und qualitätsentscheidenden Bereiche des Werkzeugs. Um relativ leicht feststellen zu können, ob im Kühlkreislauf etwas nicht stimmt, kann man diesen auf sein Fassungsvolumen hin überprüfen. Wie viel Volumen dieser aufnehmen kann, erschließt sich aus der Konstruktionszeichnung. Sollte der gemessene Wert beim „Auslitern“ geringer sein, könnten Korrosion oder Fremdkörper die Ursache sein. Festgestellte Mängel sollten im Rahmen eines Protokolls vermerkt werden, um diese dann nach einem Maßnahmenplan nachhaltig abzustellen. Fällt einem Mitarbeiter dabei eine Möglichkeit für Verbesserungen ein, ist diese außerdem zu notieren und gegebenenfalls umzusetzen – nicht zuletzt freut das auch den betreffenden Impulsgeber aus der Belegschaft und regt zu weiterem eigenständigen Einsatz an.
Auch der Heißkanal will gepflegt wein
Die zweite wichtige sowie relativ einfach zu platzierende Säule, die dazu beiträgt, dass ein Spritzgießwerkzeug stets funktionsfähig bleibt und hochwertige Teile damit gefertigt werden können, ist die vorbeugende Instandhaltung, die der jeweiligen Fachabteilung obliegen sollte. Die sich dahinter verbergenden Maßnahmen, so raten die Experten, sollten zuvor werkzeugspezifisch terminiert werden und variieren je nachdem, wie kompliziert ein solches Fertigungssystem aufgebaut ist. Außer der Reinigung und Konservierung aller beweglichen Komponenten wie Schieber und Auswerfer kommt dabei auch die Säuberung von Heißkanälen ins Spiel, wenn es welche gibt. Einige Fertigungsparameter sollten im Zuge der vorbeugenden Instandhaltung außerdem analysiert werden, wie es weiter heißt. Denn anhand der Werte des Einspritz- und Hydraulikdruckes sowie der Durchflussmenge des Kühlmediums oder des Temperaturverhaltens der einzelnen Regelkreise eines Heißkanals können Rückschlüsse auf den Werkzeugzustand gezogen werden.
Man riskiert die Wettbewerbsfähigkeit
Stefan Oberlies, Prokurist bei der GWK – Gesellschaft für Wärme und Kältetechnik mbH, legte den Schwerpunkt in puncto Werkzeuginstandhaltung bei seinen Ausführungen auf die Pflege des Temperiersystems. Oberlies gab zu bedenken: „Wer bei der Kunststoffverarbeitung toleriert, dass Kühlkanäle korrodieren oder verkalken, riskiert letztendlich seine Wettbewerbsfähigkeit.“ Das Werkzeug, so Oberlies, ist quasi ein von den Konstrukteuren speziell ausgelegter Wärmetauscher. Die Effektivität des Wärmeübergangs wird dabei maßgeblich vom Zustand des Kühlsystems, des Kühlmediums sowie der Lage der Kühlkanäle zur Kavität bestimmt. Letzteres ist allerdings konstruktionsbedingt und folglich kaum zu ändern. Werde der Wärmeübergang aber durch Korrosion, Ablagerungen oder Fremdkörper gehemmt, beeinträchtige das auch die Fertigungsqualität. Allerdings kann man dagegen etwas tun, wie es weiter heißt. Ein Hersteller für entsprechend effektive Reinigungssysteme ist außerdem das Unternehmen Cleantower-Optisystems: Mehr Informationen.
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