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125 Jahre MM Maschinenmarkt

So haben wir 1969 den Computer erklärt

| Autor: M. A. Benedikt Hofmann

Zeitreise Auch im Jahr 1969 beschäftigte sich der MM Maschinenmarkt mit dem Thema Automatisierung. In der Ausgabe Nummer 89 jenes Jahres (der MM erschien zu dieser Zeit mehrmals pro Woche) ging es um Begriffe und Einheiten der Datenverarbeitung. Kommen Sie mit uns auf eine kleine Zeitreise!

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Bereits 1969 berichtete der MM Maschinenmarkt über die Themen Automatisierung und Digitalisierung.
Bereits 1969 berichtete der MM Maschinenmarkt über die Themen Automatisierung und Digitalisierung.
(Bild: MM MaschinenMarkt)

Mit dem Begriff Visionär wird teilweise etwas sehr leichtfertig umgegangen. Unser Autor Dr. Alfred Storr, der für diesen Beitrag aus dem Jahr 1969 verantwortlich zeichnete, dürfte sich aber wohl zu Recht als ein solcher bezeichnen, sprach er doch schon damals vom „Zeitalter des Computers“. Genauer, er tippte diese Worte auf einer Schreibmaschine in einen Beitrag unter dem Titel „Begriffe und Einheiten der Datenverarbeitung – Wesentliche und häufig vorkommende Begriffe, die insbesondere zur Verständigung bei Fragen der Automatisierung des technischen Informationsflusses mit Hilfe des ‚Computers‘ notwendig sind, werden erklärt und geordnet dargestellt.“ Nach einem kurzen Exkurs in die Sprachwissenschaft und der Erklärung des „importierten“ Begriffs Computer als Rechenanlage oder Datenverarbeitungsanlage (DVA) erklärt Storr seinen Lesern im Anschluss neben der grundsätzlichen Funktionsweise dieser Anlagen unter anderem auch den Unterschied zwischen Lochstreifen und Magnetbändern.

Am Ende des Beitrags kommt er zu folgender Empfehlung zur „Benutzungsmöglichkeit von Rechenanlagen“, der uns zeigt, welch seltenes und kostspieliges Gut Computer zu diesem Zeitpunkt noch waren:

Technisch wissenschaftliche Aufgaben erfordern Rechenanlagen großer Speicherkapazität, da in der Regel verwickelte Rechengänge durchzuführen sind, während die ein- und auszugebenden Daten gering sind. Möglichkeiten, Rechenanlagen zu benutzen, sind:

  • DVA im eigenen Haus, die gekauft oder gemietet sein kann,
  • Anschluss über Datenfernleitung – die ist, z. Z. eine gewöhnliche Telefonleitung – an eine verschiedenen Firmen gehörende Rechenanlage und
  • Rechnen in einem kommerziellen Rechenzentrum, wobei der Zugang ebenfalls direkt über Datenfernleitung funktionieren kann. MM

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Über den Autor

M. A. Benedikt Hofmann

M. A. Benedikt Hofmann

Chefredakteur, MM MaschinenMarkt