Spitzenlos-Schleifen So schleift man heute kleine und mittlere Bauteile produktiv

Redakteur: Peter Königsreuther

Danobat informiert über seine Spitzenlos-Rundschleifmaschine Estarta-175, die das Zerspanerleben in Zeiten schwindender Großserien und komplexer Bauteile in weniger Stückzahlen, erleichtert.

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Estarta-175 heißt diese neue Version einer Spitzenlos-Rundschleifmaschine von Danobat. Mit dieser Anlage könnten sich Zerspaner dem Trend zu immer komplexeren Bauteilen produktiv hingeben.
Estarta-175 heißt diese neue Version einer Spitzenlos-Rundschleifmaschine von Danobat. Mit dieser Anlage könnten sich Zerspaner dem Trend zu immer komplexeren Bauteilen produktiv hingeben.
(Bild: Danobat)

Wenn es vor dem Hintergrund des oben genannten Trends um das flexible Einstech- und Durchgangsschleifen von Bauteilen bis zu einem Maximaldurchmesser von 40 mm geht, sollte man sich die besonders kompakte Estarta-175 näher betrachten. Denn sie kann sowohl im Einlauf als auch Durchlauf schleifen, punktet mit kurzen Umrüst- und Einrichtzeiten sowie durch hier stabilitätsförderndes Maschinenbett aus Naturgranit, zählt Danobat auf. Letzteres ist thermisch stabiler als Gussmaterial, weil es eine um rund 15 mal geringere Wärmeleitfähigkeit hat. Die Maschine sei demnach 10 Mal steifer und dämpfe Schwingungen besonders gut ab. Das hebt die Präzision. Linearmotoren bewegen das Abrichtsystem, weshalb stets exakte Schleifscheibenprofile zur Verfügung stehen.

Die Interpolation der beiden beteiligten Achsen steuern optische Glasmaßstäbe, was die Arbeitspräzision über das gesamte Maschinenleben gewährleiste. Mechanische Überträger gibt es nicht, weshalb sich die Wartung der Estarta-175 erleichtert, heißt es darüber hinaus. Im Übrigen fertigt Danobat Komponenten wie die Schleif- und Regelscheibenspindeln sowie die direkt angetriebenen Abrichtspindeln selbst, um nichts dem Zufall zu überlassen. Ein gefülltes Ersatzteillager gewährleiste dem Anwender eine maximale Verfügbarkeit seiner Danobat-Schleifmaschine.

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Automationssysteme werden von Anfang an berücksichtigt

Der Hersteller verweist insbesondere auf die freitragende Spindelabstützung der Estarta-175. Sie unterstützt die Stabilität und erlaubt es mit dem 11 bis 22 kW leistenden Antrieb, mit Umfangsgeschwindigkeiten von 20 bis 120 m/s zu schleifen – wenn man CBN-Schleifscheiben nutzt. Bei dieser Neuentwicklung konnte Danobat die bisher nötigen Maschinenkomponenten übrigens um rund 23 % reduzieren. Das verkürzt die Lieferzeit, betont der Hersteller.

Ganz neu sei auch die Option, den Regelscheibenschlitten bis 15° zu verstellen. Werkstücke, deren Durchmesser oder Flächen bearbeitet werden sollen, sind so leichter zu schleifen, erklärt Danobat. Die verwendeten Schleifscheibe darf maximal einen Außendurchmesser von 508 mm, eine Breite von 175 mm und einen Innendurchmesser von 304,8 mm haben.

Die Estarta sei von Anfang an auf Flexibilität und Automation getrimmt worden. Automatische Be- und Entladesysteme für Zuführ- und Druchlaufanwendungen können deshalb integriert werden. Letztere seien komplett auf die Anwenderbedürfnisse anpassbar. Wer es benötigt, der bekommt von Danobat auch ganze Bearbeitungslinien, die außer dem Schleifen auch anderen Bearbeitungsprozesse beherrschen, heißt es weiter. Und mit dem vom Hersteller eigens entwickelten Portallader verringerten sich die Be- und Entladezeiten auf 3 s.

Anderes Zubehör, wie automatische Klemmen und Höhenverstellsysteme für die Werkstückauflage nebst Konuskorrektur unterstützen die Produktivität weiter.

Industrie-4.0-mäßige Features und Möglichkeiten

Auch den Weg in die smarte Fabrik will Danobat mit seinen Maschinen mit beschreiten helfen. Die Bedienbarkeit sei intuitiv und soll Fehler schnell aufdecken sowie die Lernzeit des Bedieners im Vergleich zu früher halbieren. Der Werker soll dabei immer autonomer werden können, weil die Interaktion auf seine persönlichen Vorlieben hin zugeschnitten werden kann.

Und das Danobat-Data-System gibt es auch noch, das eine Plattform zur Datenerfassung, -speicherung und -verarbeitung darstellt. Damit könnten die wichtigsten Informationen zur Überwachung des Maschinenzustandes bereit gestellt werden, heißt es – die ideale Entscheidungshilfe sozusagen, um die Auslastung der Anlage zu optimieren. Diese Möglichkeit steht für Folgendes:

  • Lieferverzögerungen und ungeplante Maschinenstillstände minimieren;
  • Echtzeit- und historische Informationen über viele Maschinenparameter erhalten;
  • Die Maschine jederzeit und überall überwachen;
  • Automatische Berichte als Entscheidungshilfen erhalten;
  • Die Maschinenauslastung verbessern, indem man jeden Systemausfall vorher sieht;
  • Optimierte Bearbeitungsprozesse, um die beste Qualität bei minimalem Energiebedarf zu erhalten;
  • Einfache Verbindung mit Unternehmens-IT-Systemen (ERP, MES, et cetera).

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