Schwing Technologies auf der Fakuma 2018 So werden Mehrschicht-Blasköpfe für die Folienextrusion wieder blitzblank

Redakteur: Peter Königsreuther

In der Produktion von hochwertigen Folien werden komplexe Mehrschicht-Blasköpfe mit bis zu elf Lagen immer wichtiger. Aber wie kann man von vielen verschiedenen Polymerresten verkrustete Komponenten bezahlbar säubern? Das verrät Schwing Technologies auf der Fakuma in Halle A3 am Stand 3112, heißt es.

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Sieht Ihr Folienblaskopf nach der Fertigung ungefähr so aus, und Sie wollen wieder einen sauberen? Dann lohnt sich der Besuch von Schwing Technologies auf der Fakuma in der Halle A3 am Stand 3112, denn die Experten haben Reinigungssysteme entwickelt, die Blasköpfe bis zu einem Durchmesser von 1,7 m thermisch von Kunststoffresten befreien, heißt es.
Sieht Ihr Folienblaskopf nach der Fertigung ungefähr so aus, und Sie wollen wieder einen sauberen? Dann lohnt sich der Besuch von Schwing Technologies auf der Fakuma in der Halle A3 am Stand 3112, denn die Experten haben Reinigungssysteme entwickelt, die Blasköpfe bis zu einem Durchmesser von 1,7 m thermisch von Kunststoffresten befreien, heißt es.
(Bild: Schwing Technologies)

Folien werden im wahrsten Sinne des Wortes vielschichtiger, teils aus Anwendungs-, teils aus Kostengründen. Sie bieten somit mehrfachen Schutz in Form von Festigkeit, UV-Stabilität, Barriere-Sicherheit und sterilen Eigenschaften, was insbesondere für die Lebensmittel- und Verpackungsindustrie von großem Interesse ist. Um unterschiedliche Eigenschaften in einer Folie zu vereinen, hilft das Einbringen von Lagen verschiedener Qualitäten zwischen den Deckfolien.

Was aber, wenn die Folienqualität abnimmt und der Blaskopf gereinigt werden muss? „Sowohl Produktionsausfälle als auch Ausschuss beim Wiederanfahren der Anlagen können den Nutzungsgrad und die Produktivität dieser kapitalintensiven Investitionen gut und gerne um acht bis zehn Prozent pro Jahr nach unten ziehen“, weiß Thomas Schwing, Geschäftsführer von Schwing Technologies. Dazu kämen die sichtbaren Folgen einer nicht ausreichenden Reinigungsqualität in Form von Kohlenstoffrückständen und mangelhafter Oberflächenglätte im Werkzeug selbst, gibt Schwing zu bedenken. Bei der Reinigung von Hand, mit Chemie oder in ungeeigneten Ausbrennöfen seien diese Probleme an der Tagesordnung.

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Sauber in zwei bis drei Tagen! Klingt lang, ist es aber nicht!

Muss die Blasfolienanlage angehalten und der Blaskopf gereinigt werden, fallen bei der Reinigung des kompletten Blaskopfes je nach Größe und Komplexität eine nicht unbedeutende Anzahl an Personenstunden an. Hinzu kommt Zeit für die Demontage, Prüfung und Remontage der Düse, weil jeder Layer des Blaskopfes einzeln gereinigt und de- beziehungsweise remontiert werden muss. Außer den bekannten Nachteilen der manuellen Reinigung – Beschädigungen durch Kratzer oder Materialverzug, geringe Oberflächenglätte und allenfalls ausreichende Sauberkeit der Werkzeuge – fällt hier also ein Produktionsausfall von mehreren Tagen ins Gewicht. Das ist bei einer Blasfolien-Produktionsanlage, deren Anschaffung einige Millionen Euro kostet, ein erheblicher Kostenfaktor.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden ist die Reinigung eines großen Mehrschicht-Blaskopfes in einer thermischen Vakuumpyrolyse-Anlage von Schwing Technologies mit nur zwei bis drei Tagen zu kalkulieren. „Kosten durch Wartung, Anlagenstillstand und Produktionsausfall reduzieren sich dadurch erheblich“, betont Schwing und ergänzt, dass kleinere Blasköpfe und Maschinenteile sogar in nur einem Arbeitstag gereinigt werden können.

Kombination aus Wärme, Vakuum und Sauerstoff

Bei der thermischen Reinigung mit dem System Vacuclean von Schwing Technologies wird der komplette Mehrschicht-Blaskopf in die Reinigungsanlage eingefahren. „Unser System reinigt Blasköpfe mit einem Durchmesser bis 1,70 m und einem Gewicht bis zu 12 t auf schonende, aber effektive Weise, indem verbliebene Kunststoffe im Inneren des Blaskopfs zunächst unter Vakuum schonend abgeschmolzen werden“, erklärt Schwing. In einer zweiten Reinigungsphase wird der übrig bleibende, noch anhaftende Kunststoff weiter erhitzt und in einem vollautomatisch kontrollierten und elektronisch dokumentierten Pyrolyseprozess zersetzt und unter sukzessiver Zugabe von Sauerstoff oxidiert. Bei dieser hochwirksamen Reinigungsmethode werden mehrschichtige Köpfe in zusammengebautem Zustand gereinigt - bevor sie dann de- und wieder remontiert werden. Maximal etwa 30 h dauert die Reinigung eines Mehrschicht-Blaskopfes ab fünf Lagen, dessen Demontage vor der Reinigung erfolgt. Von folgenden Vorteilen könnte man im Vergleich zu anderen Möglichkeiten profitieren:

  • -kein teures Reinigungsmaterial nötig;
  • -reproduzierbare Reinigungsergebnisse bei jedem Reinigungsvorgang;
  • -niedrige Betriebskosten (elektrische Energie, Wasser);
  • -sehr geringer Wartungsaufwand;
  • -einfach zu installieren und zu bedienen;
  • -redundante intergierte Sicherheitschecks und klare Betriebsprozesse;
  • -Überhitzungsschutz durch Temperaturkontrolle direkt am Reinigungsgut;
  • -saubere Abluft;
  • -keine organischen Verschmutzungen des Kühlwassers.

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