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Es wurde daher untersucht, welche Texte in welchen Abteilungen der Produktionsgesellschaften eigentlich entstehen. Dabei stellte sich heraus, dass jede Abteilung – technische Redaktion, Marketing, Softwareentwicklung und auch die Autoren der Preislisten – ihre eigenen Formulierungen für den gleichen Sachverhalt fanden. Die Ausgangssprache war also bei Weitem nicht konsistent.
Vereinigung zweier Grundprinzipien der Textprüfung
So tauchte zum Beispiel der Satz „Falls der Druck im Pneumatiksystem über 6 bar steigt, muss der Anwender das Service Center verständigen“ in vielen verschiedenen Varianten auf. Damit waren mehr Wörter zu übersetzen. Alle Formulierungen zusammen umfassten früher 45 Wörter statt nurmehr 14. Dank der Vereinheitlichung konnte Homag die Kosten für die Übersetzung seiner bevorzugten Formulierung in alle 26 Zielsprachen um 31% senken.
Um die Texterstellung zu optimieren, gab es für Homag zwei grundsätzliche Herangehensweisen: das Language Checker-Prinzip, basierend auf linguistischer Logik und das Authoring-Memory-System, das bereits einmal genutzte Sätze wiederverwendet. Das System von Acrolinx bietet beide Ansätze in einem. Die Software prüft zum Einen Grammatik, Terminologie und Stil, zum Anderen zeigt eine Wiederverwendungsfunktion dem Autor, wenn ein Satz bereits existiert. Er weiß dann, dass der Satz (teilweise) neu übersetzt werden muss, wenn er ihn bearbeitet – und kann sich überlegen, ob dies wirklich notwendig ist.
Terminologiedatenbank initial mit 5000 Benennungen befüllt
Nach der Produktentscheidung übergab Homag im ersten Schritt alle 18.000 Betriebsanleitungen sowie 145.000 Software-Strings aus der Terminologiedatenbank an Acrolinx. Der Softwarehersteller extrahierte aus ihnen die Homag-Benennungen und gab sie zur Nachbearbeitung in einer umfangreichen Excel-Tabelle zurück, mit genauer Anzahl und ihren jeweiligen Kontextinformationen. Abhängig davon, wo sie herkamen, leitete das Projektteam die Benennungen an die jeweilige Produktionsgesellschaft weiter. Dort stuften die Redakteure sie nach „verboten“ oder „zugelassen“ ein.
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