Terminologiearbeit

Software erhöht Textqualität und senkt Übersetzungskosten

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Langfristig reduziert sich die Zahl der Texte, weil nicht mehr jede Abteilung den gleichen Sachverhalt anders ausdrückt. Außerdem werden durch die Stilprüfung kürzere Anzeigetexte bevorzugt. Auf einer Handbuchseite stehen dann nur 136 statt vormals 160 neue Wörter. Somit müssen beispielsweise bei der Übersetzung eines Handbuchs von 2000 Seiten in 26 Zielsprachen insgesamt 1.248.000 Wörter weniger übersetzt werden. So konnten die Kosten enorm reduziert werden.

Nutzen der Textprüfung nur schwer quantifizierbar

Letztlich gibt es natürlich keine Kostenstelle „nicht verstanden“ und den Nutzen einer Software konkret zu messen, bleibt immer etwas konstruiert. Wichtig ist deshalb vor allem die gestiegene Qualität unserer Texte. Im Vertrieb und beim Service sind früher häufig Verständnisfragen von Kunden und auch aus den Vertriebsgesellschaften eingetroffen. Das hat deutlich abgenommen, denn die Ausgangssprache ist nun konsistent und dies pflanzt sich in den Übersetzungen fort.

In der technischen Redaktion und bei der Softwareentwicklung ist das System erfolgreich eingeführt, die Akzeptanz bei Redakteuren und Entwicklern ist groß. Nun soll das automatische Lektorat in weiteren Bereichen zum Einsatz kommen: beim Marketing und bei den Autoren der Preislisten. Weiteres Ziel ist die Bereinigung der Translation Memories beim SDL. MM

* Martin Bussieweke ist Leiter Training Services bei der Weeke Bohrsysteme GmbH, 33442 Herzebrock, Tel. (0 52 45) 44 54 41 26, Martin.Bussieweke@weeke.de

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