CAD-/PLM-Software Softwarelandschaft wird zukunftsfähig

Autor / Redakteur: Karl Obermann / Stefanie Michel

Um von einer stark veralteten 2D-CAD-/PDM-Software auf eine sehr moderne PLM-Landschaft mit einem 3D-CAD-System zu springen, sind Mut und ein kompetenter Partner erforderlich. Ein Schaltanlagenhersteller zeigt, wie die Migration funktionieren kann.

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Kundenspezifische Schaltanlagen zu entwickeln und zu produzieren ist das Kerngeschäft von Driescher. Jetzt ist das mit aktueller 3D-Software möglich.
Kundenspezifische Schaltanlagen zu entwickeln und zu produzieren ist das Kerngeschäft von Driescher. Jetzt ist das mit aktueller 3D-Software möglich.
(Bild: DPS Software)

Sicher hat schon jeder eines gesehen: Ein Gebäude mit einem gelben Blitzpfeil für die Stromversorgung von Städten und Dörfern. Ist es aufgefallen? Wahrscheinlich nicht. Doch innen befindet sich eine sehr anspruchsvolle Technik. Solche Schaltanlagen zur Stromversorgung bietet die Fritz Driescher KG aus Wegberg an. Das Unternehmen wurde 1909 von Fritz Driescher gegründet, der damals schon erkannte, wie wichtig die Stromversorgung werden würde. Das heute noch immer in Familienhand befindliche Werk entwickelt mit seinen 385 Mitarbeitern alles, was die Stromversorgung zuverlässig, sicher und wirtschaftlich macht. Damit Verbraucher wie private Haushalte oder Industriebereiche ohne große Unterbrechungen mit Energie versorgt werden können, benötigt man Schaltanlagen. „Diese entwickeln und bauen wir für Standardanwendungsfälle wie auch für spezielle Fälle – sprich, wir sorgen für viele kundenspezifische Lösungen in diesem Umfeld“, erklärt Stefan Bünger, Prokurist bei Driescher in Wegberg. Driescher liefert seine Produkte weltweit an Energieversorger, Energieerzeuger, Industrie- und Handelsunternehmen. Das Kernprodukt sind Mittelspannungsanlagen (6000 bis 40.500 V). Das Unternehmen entwickelt und produziert die Systeme selbst, aber auch alles, was damit unmittelbar zu tun hat, wie Stationsgebäude oder Steuerschränke. Hierfür ist eine sehr hohe Fertigungstiefe erforderlich, sowohl für Blechteile, wie auch für alle nötigen mechanischen Bauteile. Wie Bünger erklärt, kann man so auf die Sonderwünsche der Kunden schnell und flexibel reagieren, hat aber auch die Qualitäten selbst in der Hand.

Einstieg in die Welt der 3D-CAD-Systeme

Wichtig ist es für Driescher, eigene Labore zu betreiben: Hochstromlabor, Spannungslabor (bis 200 kV) und ein Leistungsprüffeld, um das Verhalten der Anlagen genau zu kennen, gegebenenfalls auch optimieren zu können, nicht zuletzt, um die teuren Typprüfungen bei externen Instituten sicher zu bestehen. Andererseits helfen diese Labore aber auch bei der Rückkopplung mit Entwicklung und Konstruktion, weil mithilfe der realen Ergebnisse die virtuellen Modelle stets verbessert und somit aussagefähiger werden können.

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Bis 2015 hat Driescher rund 20 Jahre lang mit dem in die Jahre gekommenen 2D-CAD-System Medusa gearbeitet. Nun fiel die Entscheidung, in die 3D-Welt einzusteigen und gleichzeitig durchgängige Prozesse zu schaffen. Hierzu wurde ein Projektteam gebildet, „welches zunächst die Erfordernisse des Unternehmens analysierte, dann aber auch die Möglichkeiten, die der PLM-Markt bot“, berichtet Sebastian Sladeczek, Entwicklungsingenieur und Systembetreuer bei Driescher. Dabei ging es nicht nur darum, die bestmögliche Software zu finden, sondern auch den richtigen Partner für die Realisierung.

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