Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Internet der Dinge

Softwaresystem vernetzt Geräte und Maschinen

| Autor / Redakteur: Reinhold Schäfer / Reinhold Schäfer

Die beiden Doktoranden Johannes Kölsch (l.) und Christopher Heinz entwickeln ein nutzerfreundliches Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet.
Bildergalerie: 1 Bild
Die beiden Doktoranden Johannes Kölsch (l.) und Christopher Heinz entwickeln ein nutzerfreundliches Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet. (Bild: Thomas Koziel)

Forscher der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern entwickeln ein Softwaresystem, das Geräte unterschiedlicher Hersteller verbindet, wenn der Nutzer es will. Das System eignet sich für Unternehmen, private Haushalte, aber auch für Verkehrssysteme und Gebäudetechnik.

Das Internet der Dinge, auch „Internet of Things“ (IoT), hat längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Bereits heute lässt sich per Smartphone aus der Ferne die Heizung oder das Licht bequem einschalten. Beim Bau eines Autos tauschen Maschinen einer Produktionsanlage Daten aus. „Immer mehr Geräte besitzen einen eigenen Netzanschluss und eine IP-Adresse“, sagt Christopher Heinz, Doktorand bei Prof. Dr. Christoph Grimm, der an der TU Kaiserslautern den Lehrstuhl für die Entwicklung cyber-physikalischer Systeme innehat. Die Abkürzung „IP“ steht für Internet Protocol und stellt eine eigene Web-Adresse dar.

Staubsauger und Kühlschrank werden vernetzt

In naher Zukunft könnten sich so in vielen Haushalten zum Beispiel der Staubsauger mit der Kaffeemaschine und dem Kühlschrank vernetzen und Daten austauschen. „Bislang müssen die Geräte dazu von ein und demselben Hersteller stammen“, fährt Johannes Kölsch fort, ebenfalls Doktorand am Lehrstuhl. „In der Regel bieten Unternehmen dafür eigene Web-Lösungen an.“

Die beiden Informatiker arbeiten an einem Softwaresystem, das Geräte und Maschinen verschiedener Produzenten vernetzen soll. „Unsere Technik ähnelt im Prinzip einem Adapter, mit dem man Stecker im Ausland an die andersförmigen Steckdosen anschließen kann“, nennt Kölsch einen Vergleich. Diese Interoperabilität soll es ermöglichen, dass technische Systeme unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren und beispielsweise verschiedene Signale erkennen können. Unternehmen könnten damit verschiedene Maschinen in ihren Produktionsanlagen verbinden.

Projekt Vicinity

Die Arbeiten für das Softwaresystem finden im Rahmen des Projektes „Vicinity“ statt, das von der Europäischen Union mit 7,5 Mio. Euro gefördert wird. Insgesamt sind 16 Partner aus Europa an dem Vorhaben beteiligt.

Auf der Hannover Messe 2017 am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 2, Stand B40) stellen die Forscher das Projekt vor.

* Weitere Informationen: Christopher Heinz, Entwicklung Cyber-Physikalische Systeme an der Universität Kaiserslautern in 67663 Kaiserslautern, Tel. (06 31) 2 05- 56 30, heinz@cs.uni-kl.de

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44601265 / Fertigungsautomatisierung / Prozessautomatisierung)

Themen-Newsletter Automatisierung abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Dossier Maschinensicherheit 2019

Funktionale Sicherheit in allen Facetten

Ohne geht's nicht: Maschinensicherheit steht bei Konstrukteuren und Entwicklern ganz oben auf der Prioritätenliste – Hier die spannendsten Artikel der letzten Monate rund um die Funktionale Sicherheit in einem Dossier zusammengefasst. lesen

Sonderausgabe elektrotechnik AUTOMATISIERUNG

Konstruktion & Integration von Industrierobotern

Der Roboter als Komponente und Joker: In der Sonderausgabe "Robotik & Automation" erhalten Sie Tipps, Tricks und Praxis-Insights für Konstruktion, Automation und Integration von Insutrierobotern. lesen