Druckluftsysteme

Sparfuchs statt Hans-Dampf

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Ein wichtiger Ansatz zur Energieoptimierung von Druckluftsystemen bleiben weiterhin die Themen Steuerung und Drehzahlregelung, die sich kaum voneinander trennen lassen. „Bei schwankendem Druckluftbedarf muss aus Energieeffizienzgründen mindestens ein drehzahlgeregelter Kompressor je Station eingesetzt werden“, erläutert Reimund Scherff. Im Vergleich zu konstant laufenden Kompressoren seien durch die Drehzahlregelung Energieeinsparungen bis zu 35% möglich.

Leckagen beeinträchtigen Energieeffizienz deutlich

Das zweite große Thema bei der Betrachtung der Energieeffizienz in der Druckluftversorgung ist die Leckage. „Undichte Stellen wirken wie Düsen, aus denen die Luft mit enormer Geschwindigkeit austritt. Weil ausströmende Luft unsichtbar und geruchsneutral ist und keine direkte Gefahr darstellt, wird sie bisher meistens nicht mit ähnlicher Aufmerksamkeit behandelt wie ein Leck in einer Wasserleitung“, sagt Volker Thomassen, Produktmarketing-Manager bei Almig Kompressoren.

„Leckageverluste beeinträchtigen die Energieeffizienz von Druckluftsystemen mitunter ganz erheblich. So summieren sich die Druckluft- und somit die Energieverluste durch Leckagen in manchen Betrieben auf 20 bis 30%“, führt Michael Bahr von Kaeser aus.

Kompressoren werden energieeffizienter konstruiert

Ein Bereich, der in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen dürfte, ist die konstruktionstechnische Optimierung der Kompressoren, beispielsweise die Geometrien der Verdichterelemente. Angesichts der enormen Potenziale bei Steuerung und Leckage steht das Thema derzeit zwar noch im Hintergrund, positive Beispiele gibt es aber jetzt schon. Atlas Copco etwa hat bei den neuen öleingespritzten Schraubenkompressoren der GA-Baureihe durch mehrere konstruktive Verbesserungen den Energiebedarf um 11% verringert.

Allein die neuartige Konstruktion des Verdichtungselementes ist für die Hälfte der Einsparungen verantwortlich. Sichergestellt wird das durch ein innovatives Schraubenprofil. Darüber hinaus wurden der Wasserabscheider ins Kühlsystem integriert, drehzahlgeregelte Lüftermotoren eingesetzt und die Standzeit des Ansaugfilters verdoppelt.

Ein weiterer Ansatzpunkt zur Optimierung von Druckluftsystemen ist die Verdichtungswärme der Kompressoren: Die Zusatzinvestition für eine Wärmerückgewinnung rechnet sich meistens sehr schnell, wie die Experten einhellig bestätigen.

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