Druckluftsysteme

Sparfuchs statt Hans-Dampf

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Intelligente Lösungen bei den Drucklufttrocknern und die richtige Dimensionierung der Verteil- und Anschlussleitungen sind weitere Punkte, die Atlas-Copco-Spezialist Reimund Scherff ins Spiel bringt. Sinnvoll ist eine Optimierung jedoch nur, wenn das Gesamtsystem betrachtet wird – wobei der zwangsläufig höhere Preis für effizientere Druckluftstationen wieder relativiert wird. „Wenn der Kunde das Gesamtsystem betrachtet, ist er gewillt, einen ‚höheren Preis’ für ein energetisch günstigeres Produkt auszugeben“, bestätigt Volker Thomassen von Almig.

Trend zu mehr Energieeffizienz hält an

Dass die Verbesserung der Drucklufttechnik-Komponenten in Richtung Energieeffizienz weitergehen wird, steht für Michael Bahr von Kaeser außer Frage: „Das verbindliche Ziel für jede unserer Neuentwicklungen ist, noch energieeffizienter zu sein als das jeweilige Vorgängerprodukt.“

„Durch die weiter steigenden Energiekosten werden die Forderungen nach energieeffizienteren Kompressoren steigen und auch Kompressoren mit niedrigeren Antriebsleistungen einschließen“, nennt Jürgen Hütter von Boge als einen zukünftigen Trend.

Potenzial sieht man bei Almig in der Optimierung der drehzahlgeregelten Antriebe. Der Einsatz von sogenannten Epam-(Electroactive-Polymer-Artificial-Muscle-) Motoren bietet nach Einschätzung von Thomassen Möglichkeiten, den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. Bei den Kompressoren, die durch Epam-Motore angetrieben werden, wird das Magnetfeld durch Permanentmagnete im Rotor erzeugt. „Der Nutzen dieser Motorentechnologie liegt darin, dass neben der hohen Energieeffienzeinstufung auch ein unschlagbarer Vorteil im Bezug auf Größe und Gewicht gegeben ist,“ so Thomassen.

Steuerungen bieten noch Potenzial für mehr Energieeffizienz

Kaeser setzt für die Zukunft unter anderem bei der Optimierung der anlageninternen Steuerungen an. Ziel dabei ist einerseits eine noch einfachere Bedienung, andererseits eine weitere Verringerung von Maschinen-Leerlaufzeiten und noch bessere Kommunikation mit übergeordneten Leitsystemen. „Zukünftig werden zusätzliche Anforderungen in Richtung Monitoring und Fernwartung gestellt werden“, bestätigt Jürgen Hütter von Boge die Relevanz von Fernzugriffen auf Druckluftanlagen auch für die Entwicklungstätigkeit in seinem Unternehmen.

Irgendwann in der nahen Zukunft: In einem Kompressorraum schnurrt es leise. Ein Teil der Kompressoren ist abgeschaltet, der restliche Teil versieht unauffällig seinen Dienst. Vor der Druckluftstation ist ein Flachbildschirm aufgebaut, der eine Prinzipskizze der Anlage mit ihren aktuellen Werten abbildet. Aus der Ferne ein Rechner greift auf die Station zu. Der Flachbildschirm zeigt „Energieeffizienz: optimal“.

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