Stapler Spezielle Staplerräder für den Dauerbetrieb unter hoher Last

Autor / Redakteur: Bernd Dolk und Rainer Knust / Volker Unruh

Beim innerbetrieblichen Transport mit Flurförderzeugen wird die Bedeutung der Bereifung oft unterschätzt, jedoch halten viele Räder den steigenden Anforderungen kaum noch stand. Weiterentwicklungen eines speziellen Werkstoffs für Radbeläge ermöglichen nun höhere Geschwindig- und Belastbarkeiten.

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Bei immer höheren Anforderungen an Flurförderzeuge oder Regalbediengeräte kann auch die beste bislang bekannte Qualität der Radbeläge aus Vulkollan kaum einen störungsfreien Langzeitbetrieb sicherstellen. Bild: Räder-Vogel
Bei immer höheren Anforderungen an Flurförderzeuge oder Regalbediengeräte kann auch die beste bislang bekannte Qualität der Radbeläge aus Vulkollan kaum einen störungsfreien Langzeitbetrieb sicherstellen. Bild: Räder-Vogel
( Archiv: Vogel Business Media )

Endgeschwindigkeiten über 14 km/h bei Flurförderzeugen und über 22 km/h bei Regalbediengeräten sind heute keine Seltenheit mehr. Allerdings reicht oft auch die beste Qualität des weit verbreiteten Radbelag-Werkstoffes Vulkollan nicht mehr aus, um bei solchen Anforderungen die Verfügbarkeit intralogistischer Anlagen und Geräte im kontinuierlichen Dreischichtbetrieb sicherzustellen.

Geometrie verlängert Lebensdauer von Staplerrädern

Daher werden heute über die Radbeläge hinaus auch die Wechselwirkungen zwischen Radbelag und Kern betrachtet. Durch moderne Kerngeometrien, zum Beispiel die bereits vielfach erfolgreich eingesetzte High-Speed-High-Load-Geometrie (HSHL), wird die Lebensdauer der Räder nachweislich verlängert.

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Am Markt kommt es aufgrund von extremen Anforderungen in Bezug auf Tragfähigkeit und immer mehr auch Geschwindigkeit der Flurförderzeuge zunehmend zu erhöhtem Verschleiß oder sogar frühzeitigem Totalausfall der Vulkollan-Räder. Diesem begegnen die meisten Anwender durch Überdimensionierung oder – falls dies aufgrund des immer enger werdenden Einbauraumes der Geräte und Anlagen nicht möglich ist – durch einen immer häufigeren Austausch der Räder.

Betrachtet man unter diesem Aspekt die Verfügbarkeit der Geräte und die Life-Cycle-Costs, so wird deutlich, dass eine Weiterentwicklung der Räder unumgänglich ist. Ein Ausweichen auf andere Radbelagwerkstoffe ist oftmals nur bei Nischenanwendungen möglich.

Räder für hohe Geschwindigkeit haben eine geringere Traktion

Vulkollan 93° Shore A ist das bevorzugte Material für Last- und Antriebsräder von 40 bis 920 mm Durchmesser und für 90% der Einsatzfälle die geeignete Lösung. Es wird für Geschwindigkeiten bis zu 16 km/h, in einigen Bereichen auch bis 22 km/h eingesetzt.

Vulkollan 95° Shore A ist die erste Wahl bei höheren Geschwindigkeiten bis zu 25 km/h und hohen Anforderungen an die dynamische Belastbarkeit. Mit Vulkollan wird bereits das leistungsstärkste Elastomer als Standardwerkstoff eingesetzt. Wird ein Materialparameter des Radwerkstoffes verändert, zum Beispiel die Shore-Härte, kann sich dies nachteilig auf die anderen Materialeigenschaften auswirken.

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