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Elastomere

Spezielles Verfahren für das Spritzgießen von Polyurethan-Elastomeren

| Redakteur: Peter Königsreuther

Autox ist ein koreanisches Unternehmen und hat eine Möglichkeit entwickelt, mit der Adiprene C930 (eigentlich ein reinrassiges Gießurethan) von Lanxess auch spritzgegossen werden kann.

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Gitterstrukturen aus spritzgegossenem Präpolymer Adiprene C930 von Lanxess. Eigentlich für das konventionelle Gießen vorgesehen, hat Artox in Korea es geschafft, das leistungsfähige PUR-Elastomer mit allen einhergehenden Vorteilen per Spritzgießmaschine zu verarbeiten.
Gitterstrukturen aus spritzgegossenem Präpolymer Adiprene C930 von Lanxess. Eigentlich für das konventionelle Gießen vorgesehen, hat Artox in Korea es geschafft, das leistungsfähige PUR-Elastomer mit allen einhergehenden Vorteilen per Spritzgießmaschine zu verarbeiten.
(Bild: Lanxess)

Adiprene C930 ist nach Angaben von Lanxess ein Low-Free-MDI-basiertes Gießurethan (MDI = Methylendi(phenyl)isocyanat, ein Aromat). Die Autox-Ingenieure aber haben es nun geschafft, es per Spritzgießmaschinen zu verarbeiten, wodurch sich in der Branche der sogenannten Cast-Urethan-Verarbeiter ganz neue Möglichkeiten erschließen, wie Lanxess betont. Denn nun kann man die Vorteile des produktiven Spritzgießens mit den werkstofflichen Vorzügen von Polyuretan (PUR) kombinieren. Denn mit einem üblichen Spritzgießwerkzeug können jetzt gleich mehrere PUR-Bauteile viel schneller entstehen, nämlich innerhalb von rund 5 min als beim konventionellen Gießvorgang, der rund 35 min dauert, wie Lanxes sagt. Außerdem können komplexere und filigranere Konturen abgeformt werden als bisher.

Materialeffiziente Fertigung von strapazierfähigen PUR-Komponenten

Autox hat mithilfe dieser Idee vor kurzem etwa ein neues, gitterartiges Schwingsieb für die Bergbauindustrie auf den Markt gebracht, das aus dem relativ niedrig viskosen Präpolymer Adipren LF hergestellt wird.

Außerdem verbessert sich die Arbeitshygiene durch den Griff zum Lanxess-Präpolymer. Die besonderen Vorteile eines solchen Siebes aus Adiprene C930 sind seine Abriebfestigkeit und sein gutes Rückstellverhalten, wie es weiter heißt. Die Pluspunkte dieser Caprolacton-basierten Altenative habe man durch Feldtests bestätigen können: die Lebensdauer des Siebes aus Adiprene C930 ist demnach dreimal höher als die der hochwertigsten, marktüblichen Siebe. Dadurch ergeben sich weniger Ausfallzeiten im Minenbetrieb, was die Wartungskosten senkt. Außerdem genießt die Branche nun, dass die Bauteile in gleichbleibender Qualität und nacharbeitsfrei gespritzt werden. Das minimiert den Ausschuss, den Abfall.

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