Arburg-Nachlese zur K 2016

Spitzenauftritt für Loßburger Kunststoff-Spezialisten

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Systemkombination im smarten Einklang

Ein Leitthema der K war natürlich auch Industrie 4.0. Technikgeschäftsführer Heinz Gaub erklärt im Rahmen dessen den Clou des Arburg-Exponats zu diesem Trend: „Am Beispiel eines ‚smarten‘ Kofferanhängers haben wir das Potenzial für die räumlich verteilte Fertigung und Individualisierung von Serienteilen in Losgröße 1 demonstriert. Dazu wurde eine Allrounder-Spritzgießmaschine mit einem Freeformer für die industrielle additive Fertigung kombiniert und das Produkt kundenspezifisch individualisiert.“

Nach dem Spritzgießen der beiden Halbschalen mit einem vertikalen Allrounder 375 V und Integrieren eines NFC-Chips wurden die Auftragsdaten für den weiteren Produktions¬ablauf auf dem Chip gespeichert und das Bauteil somit selbst zum Informations- und Datenträger, der sich an den einzelnen Stationen identifizierte und seinen weiteren Herstellprozess selbst steuerte. Dazu zählten das Auflasern der Adressdaten eines QR-Codes und das additive Auftragen einer 3D-Grafik mit dem Freeformer. Das Arburg Leitrechnersystem speicherte alle Prozess- und Qualitätsdaten auf einem zentralen Server.

Auch der Service ist vernetzt

Über die individuelle Website des personalisierten Produkts kann man alle Prozess- und Qualitätsdaten jederzeit zu 100 Prozent rückverfolgen. Am zentralen Infopunkt „Industrie 4.0“, der letzten von fünf Stationen, verdeutlichte Arburg zudem Vorteile und einige derzeit denkbare Geschäftsmodelle von Industrie 4.0. Dazu zählen neben der Rückverfolgbarkeit weitere datengestützte Aktionen, über den integrierten NFC-Chip im Kofferanhänger, wie etwa die Online-Bestellung von Broschüren.

Als Beispiel für „Smart Service“ wurde auf einem hydraulischen Allrounder 270 S das neue Fernwartungs-Tool vorgestellt, das einen schnellen, effizienten und sicheren Online-Support ermöglicht. Dafür ist die Spritzgießmaschine mit einem Servicerouter und integrierter Firewall ausgerüstet. Störungen und Prozessabläufe lassen sich durch den Online-Support effizient analysieren und optimieren. Das reduziert unnötige Wartezeiten und Maschinenstillstände und damit auch Kosten.

Das Würfelwerkzeug hat gefallen

Erstmals zu sehen war in Düsseldorf auch ein Allrounder Cube 2900, der in 8,5 Sekunden Zykluszeit mit einem 32+32-Würfelwerkzeug des Partners Foboha zweifarbige Flip-Top-Verschlüsse für Pril-Spülmittelflaschen von Henkel produzierte. Die Entnahme der Spritzteile und das Verdeckeln fanden zykluszeitneutral statt. Der Ausstoß konnte bei dieser Anwendung um zehn Prozent gesteigert werden, und das bei 25 Prozent weniger Energiebedarf. Die neue Baureihe, die es mit Schließkräften von 2900 und 4600 kN gibt, hat Arburg detailliert auf schnelllaufende Anwendungen mit Würfelwerkzeugen mit bis zu 16 Tonnen Gewicht abgestimmt.

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