Duplexstahl

Stabilere Präzisionsteile dank Duplexstahl

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Nachfrage zog Machbarkeitsprüfung einer Duplexzerspanung nach sich

Bis dato mit einem tiefen Know-how in der Fertigung auf Messing- und Edelstahlbasis ausgestattet, leitete der Hersteller von Präzisionsteilen mit Stammsitz in Wolfach im Schwarzwald ein Testprojekt ein. Ziel des Unternehmens war es zudem, auf einem weltweit stark umkämpften Markt für Präzisionsteile einen Wettbewerbsvorteil vor allem gegenüber den Low-Cost-Produzenten in Indien zu erzielen. Ohnehin stößt der Hersteller zunehmend in hochpräzise Bereiche vor, um sich von den Herstellern leicht zu zerspanender Teile abzusetzen.

Als Versuchsprojekt diente ein Anschlussstutzen aus einer konkreten Kundenanfrage eines Automotive-Zulieferers. Bis dahin fertigte Leipold diesen aus rostfreiem Edelstahl 1.4301. Abweichend sollte nun der Anschlussstutzen auf Grundlage von Duplex 1.4462 hergestellt werden. Im Technologiezentrum der Walter AG in Tübingen fuhr Leipold den Prozess im August 2013 ein. Nach nur zwei Monaten fertigte das Unternehmen ein Erstmusterlos auf dem CNC-Einspindler.

In der Folge unternahm Leipold mehrere Musterfertigungen mit Losgrößen kleiner 1000 Stück. Dadurch wollte das Unternehmen technische Serienreife auf dem CNC-Einspindler erreichen. Nach rund einem Jahr Testphase sattelte Leipold vollends auf den CNC-Mehrspindler um. Nach der Fertigung erster Losgrößen von unter 1000 Stück erhöhte der Hersteller die Losgrößen in diesem Februar auf bis 50.000 Stück. Ruft der Kunde die verfügbaren Mengen ab, ist Leipold nun in der Lage, den Anschlussstutzen in einer jährlichen Stückzahl von 500.000 zu fertigen. Damit wäre ein CNC-Mehrspindler ein Jahr lang komplett ausgelastet.

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