ABB Stärkste Bandförderanlage in Chile mit moderner Antriebstechnik ausgerüstet

Redakteur: Stefanie Michel

ABB liefert für die weltweit leistungsstärkste Bandförderanlage in der Chuquicamata-Mine in den chilenischen Anden die Elektro- und Automatisierungsausrüstung. Für den ABB-Standort Cottbus ist dies der bislang größte je erhaltene Auftrag mit einer Größenordnung im mittleren zweistelligen Millionen-Bereich.

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Für die zum Teil unterirdische Bandanlage der Mine Chuquicamata lieferte ABB das Antriebssystem sowie Transformatoren, Schaltanlagen, Instrumentierung und ein Prozessleitsystem.
Für die zum Teil unterirdische Bandanlage der Mine Chuquicamata lieferte ABB das Antriebssystem sowie Transformatoren, Schaltanlagen, Instrumentierung und ein Prozessleitsystem.
(Bild: ABB)

Die Lieferung umfasst die komplette elektrische und automatisierungstechnische Ausrüstung der Bandanlage. Dazu gehören neben Antriebssystemen, Transformatoren, Schaltanlagen und Instrumentierung ein 800xA-Prozessleitsystem, sowie ein in Cottbus entwickeltes spezielles „Mining Conveyor Control Program“, welches eine optimale Energieversorgung und die Steuerung der Antriebe ermöglicht.

ABB in Cottbus ist zudem für das komplette Engineering, das Projektmanagement, die Dokumentation und der Inbetriebnahme inklusive des FAT (Factory Acceptance Test) verantwortlich. „Mit diesem Projekt stärken wir nicht nur den Standort Cottbus, sondern helfen auch dem Endkunden, die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Mine zu steigern“, sagt Peter Mühlbach, Leiter des Geschäftsbereiches Prozessindustrie in Cottbus.

Die Antriebsleistung der teilweise unterirdischen Förderanlage summiert sich auf rund 55 Megawatt, was dem Energiebedarf von rund 4600 Haushalten entspricht. Die Bandanlage hat eine Kapazität von etwa 11.000 t pro Stunde und ersetzt den derzeit noch praktizierten LKW-Transport des Erzes von der Mine zu der 13 km entfernten Aufbereitungsanlage. So werden CO2-Emissionen in der Größenordnung von mehr als 150.000 t pro Jahr vermieden.

Zuverlässiger Betrieb des Antriebssystems

Die Kupfermine Chuquicamata existiert als Tagebau schon seit gut 100 Jahren. Seit dem wurden etwa 2,3 Mrd. t Erz aus der Erde gewonnen. Ein weiterer Abbau des noch vorhandenen ergiebigen Erzkörpers, der noch einmal mehr als 2 Mrd. t Erz enthalten soll, ist aber nur noch unterirdisch möglich. Dabei wird der vorhandene Tagebau von einem Bergwerk unterfahren. Der Betrieb der Mine soll so bis ins Jahr 2059 weitergeführt werden.

Auch die jetzt geplante Förderanlage liegt zum Teil unter der Erde und wird im Endausbau einen Höhenunterschied von rund 600 m überwinden – deshalb die große notwendige Antriebsleistung. Die Verwendung des speziellen ABB-Antriebssystems aus Umrichter und Motor macht den Einsatz von Reduktionsgetrieben überflüssig. Durch den Verzicht auf diese teuren Verschleißteile steigt einerseits die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Bandanlage, andererseits entfällt eine aufwändige und kostspielige Ersatzteil-Logistik vor Ort in der 2870 m hohen Atacama-Wüste.

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