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CAD/CAM-Software

Stanzwerkzeuge schnell konstruieren und NC-programmieren

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Gleiches CAD-Modell als Basis für Konstruktion und NC-Programmierung

Ist das Werkzeug komplett konstruiert und sind alle Freigaben erteilt, beginnt dessen eigentliche Fertigung. Das Maschinenequipment bei Kleiner ist entweder nagelneu oder nur selten älter als ein paar Jahre. Wie für den Stanzwerkzeugbau typisch, dominieren bei den Pforzheimern die Fertigungsverfahren Flach- und Profilschleifen, Draht- und Senkerodieren – letzteres mit einer autonom arbeitenden Erodierzelle von Zimmer und Kreim – sowie Fräsen.

Aktuell werden bei Kleiner nur die Fräsprogramme mit Visi Machining erzeugt; die Einbindung der neun Drahterodiermaschinen (Agie Charmilles) mit Visi Peps Wire (mit zwei und vier Achsen) soll im Frühjahr 2013 stattfinden. Im Fräsbereich werden die Programme für die vier CNC-Maschinen (Hurco) vom Bereichsleiter erstellt, der mit Visi Machining beispielsweise auch festlegt, welche Komponenten sich in einem Arbeitsgang zusammenfassen lassen. Eine Ausnahme bilden das Hartfräsen und das Fräsen der Kupferelektroden, was beides in einem separaten Raum auf einer Drei-Achs-Maschine von Röders stattfindet. Hier steht der dritte Visi-Machining-Arbeitsplatz, an dem der Maschinenbediener die NC-Programme schreibt, während die Maschine fräst.

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Visi nutzt beim Konstruieren und bei der NC-Programmierung dasselbe CAD-Modell. So ist sowohl die Durchgängigkeit als auch die Interoperabilität der Daten stets gewährleistet. Hieraus ergeben sich nicht nur Vorteile bei der eigentlichen Programmierung und dem damit verbundenen Zeitaufwand, sondern auch beim Umgang mit Änderungen.

Features aus CAD-System werden automatisch erkannt

Unterstützung leistet dabei die automatische Featureerkennung, die bei Visi mit dem Modul Compass-Technologie abgedeckt wird und bei Kleiner auf zwei NC-Arbeitsplätzen installiert ist. Bei (Bearbeitungs-)Features handelt es sich um Regelgeometrien, wie beispielsweise Kanten, Bohrungen, Rundungen oder Frästaschen, die im CAD-System als solche gekennzeichnet und zusätzlich beschrieben werden können. Dieses Zusammenspiel zwischen CAD und CAM funktioniert bei Visi besonders gut, da hier bereichsübergreifend mit dem gleichen Volumenmodell gearbeitet wird. „Das Modul Compass erkennt diese Features, interpretiert sie und erzeugt auf Basis der in einer Datenbank hinterlegten Fertigungsdaten die dafür erforderlichen NC-Sätze automatisch. Im Prinzip genügen zur NC-Programmierung drei Schritte: Starten der Feature-Erkennung, Anwenden von Compass und Überprüfen des erzeugten Programms per Simulation“, betont Frank Hornung, Geschäftsführer von Men at Work.

Doch bevor nun regelbasiert programmiert werden kann, ist eine gewisse Vorarbeit zu leisten. Bestimmte Abläufe gilt es zu standardisieren und es müssen unternehmensspezifische Regelwerke zur Bearbeitung einzelner Features erstellt werden. Auch diese nicht ganz einfache Hürde hat Kleiner nach einiger Vorarbeit gut überwunden. Nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Men at Work, die das Pforzheimer Unternehmen bei dieser Arbeit vor Ort unterstützt haben.

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