Getriebe

Statik hochuntersetzender Exzentergetriebe

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Statik bestimmt sinnvolle Gestaltung der Getriebearten

Wichtig ist: Aus der Statik lässt sich die sinnvolle Gestaltung der verschiedenen Getriebearten ableiten. So besitzt das Exzentergetriebe mit Oldhamkupplung als Abtrieb eine einfache Statik mit relativ geringen Lagerkräften. Deshalb wird diese Bauart meist nur mit einem Exzenterrad gebaut. Diese Bauform hat aber den Nachteil, die statische Unwucht der Oldhamscheibe zu beseitigen. Es bleibt eine Restunwucht.

Bei den Exzentergetrieben mit Parallelkurbeln müssen die extrem hohen Lagerkräfte beherrscht werden. Deshalb ist eine sehr stabile Lagerung des Exzenterrades erforderlich. Um die Lagerung der Exzenterwelle von diesen Kräften auszugleichen werden am besten zwei (180°) oder drei (120°) versetzt gegenüberliegende Exzentergetriebe gebaut. Dies erfordert eine sehr genaue und teurere Fertigung, um die die statische Unwucht auszugleichen. Eine geringe dynamische Unwucht bleibt aber vorhanden.

Bei Akbar-Exzentergetrieben die hohen Lagerkräfte beherrschen

Auch bei den Akbar-Exzentergetrieben ist es wichtig, die hohen Lagerkräfte zu beherrschen und auch hier ist eine sehr stabile Lagerung der Exzenterräder nötig. Ebenso muss die Lagerung der Exzenterwelle stabil ausgelegt werden um diese Kräfte aufzufangen. Für ruhige, schnelllaufende Getriebe sollte die statische und die dynamische Unwucht durch zwei auf der Exzenterwelle befestigte Gegengewichte ausgeglichen sein.

Durch geschickte Anwendung der Verzahnungsgeometrie der Evolventenverzahnung kann die Statik der Exzentergetriebe positiv beeinflusst werden. In der Gestaltung der Verzahnung besonders mit der Differenzzähnezahl von eins zwischen Hohlrad und Exzenterrad liegen die Geheimnisse gut laufender, hochuntersetzender Exzentergetriebe. MM

* Hans-Erich Maul ist Technischer Leiter bei Maul Konstruktionen in 52068 Aachen, Tel. (02 41) 55 73 05, info@maul-konstruktionen.de

(ID:42449470)