Contact Software Studie zeigt: Produktentwicklung lässt sich durch Prozess-, Wissens- und Datenmanagement optimieren

Redakteur: Stefanie Michel

Contact und die Hochschule München haben in Zusammenarbeit mit der MAN Truck & Bus AG eine Studie zur Optimierung der frühen Phase in der Produktentstehung erstellt. Sie gibt Handlungsempfehlungen für einen verbesserten Prozess und belegt dessen substantielle Nutzeneffekte.

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Die 3D-basierte Grobkonzeptentwicklung mit dem Fast Concept Modelling am Beispiel einer Buskarosserie.
Die 3D-basierte Grobkonzeptentwicklung mit dem Fast Concept Modelling am Beispiel einer Buskarosserie.
(Bild: Contact Software)

Contact Software und die Hochschule München stellten eine Studie zur Optimierung der frühen Phase in der Produktentstehung vor. Sie wurde in Kooperation mit der MAN Truck & Bus AG entwickelt und liefert nicht nur Handlungsempfehlungen für eine bessere und nachhaltige Gestaltung der Konzeptphase. Am Beispiel einer Buskarosserie wurden zudem Methoden und IT-Werkzeuge für die Zusammenarbeit von Konstruktion und Simulation erprobt, die substantielle Einsparpotenziale im Produktentstehungsprozess (PEP) belegen. Die Ergebnisse zeigen, dass Forderungen wie interdisziplinäres Arbeiten, in den klassischen Entwicklungsprozess integrierte 3D-basierte Konzeptentwicklung und eine im PEP durchgängige Datenbasis nicht nur theoretisch definierte Zielsetzungen der Forschung sind.

Aus Ist-Situation Anforderungen an bedarfsgerechten Prozess definieren

Durch abteilungsübergreifende Interviews und eine Dokumentenanalyse bei dem Nutzfahrzeughersteller wurden die Verbesserungsmöglichkeiten im PEP identifiziert. Auf Basis dieser Ist-Situation konnten dann Anforderungen an einen bedarfsgerechten Prozess definiert und eine Anwendung mit Contacts Fast Concept Modelling (FCM) Toolset umgesetzt und ausgewertet werden.

Die Kosten-Nutzen-Analyse zeige klare Verbesserungseffekte auf, die durch diesen Prozess zu erzielen waren. In der Summe könne die Produktreife durch eine virtuelle, simulationsunterstützte Konzeptentwicklung und den Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit speziell zwischen Design, Package, Konstruktion und Simulation frühzeitig und nachhaltig gesteigert werden. Als Schlüsselfaktoren für die Optimierung der Produktentwicklung nennt die Studie das Prozess-, Wissens- und Datenmanagement sowie entsprechend geeignete Werkzeuge und Schnittstellen in der CAx-basierten Entwicklungsprozesskette.

Auf dem 6. Grazer Symposium Virtuelles Fahrzeug (GSVF) stellte Prof. Klemens Rother von der Fakultät für Maschinenbau, Fahrzeug- und Flugzeugtechnik an der Hochschule München die Ergebnisse detaillierter vor.

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