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Hess Präzisionsmechanik

Swiss Made hoch drei

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Hartfräsen substituiert Draht­erodieren

Apropos Fertigungsstrategien. Als der SMM-Redaktor vor Ort war, liefen gerade Werkstücke auf einer Drahterodiermaschine, die zukünftig direkt gefräst werden können. Denn aktuell wird bei der Hess GmbH das Hartfräsen forciert. Hier entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Vischer & Bolli Frässtrategien, um gehärtete Werkstücke bis 70 HRC zu fräsen. Bisherige Bearbeitungsverfahren wie Drahterodieren oder Profilschleifen können dann substituiert werden.

Hartfräsen bis 70 HRC

P. Feller: «Wenn Sie durch neue Werkzeuglösungen in der Lage sind, einen kompletten Fertigungsprozess zu substituieren, ist das natürlich perfekt. Das gelingt nicht immer, wird aber durch unsere neuen OSG-Werkzeuglösungen immer öfter realisiert. Möglich machen das konkret neue Werkzeuggenerationen, mit denen wir in der Lage sind, bis zu 70 HRC zu fräsen. Wir haben in diesem Segment mit unserem japanischen Werkzeuglieferanten OSG ein recht breites Repertoire. Auf der anderen Seite benötigen Sie aber auch hier ein hochsteifes Fertigungssystem. Die Heller-Maschinen sind Grundvoraussetzung, inklusive HSK-Spannsystemen und schliesslich den Powrgrip-Spannmitteln, die neben der extremen Steifigkeit eine sehr hohe Schwingungsdämpfung und nahezu perfekten Rundlauf gewähren. Alles entscheidende Aspekte generell beim Fräsen, aber beim Hartfräsen ganz besonders.»

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Optimierte Gewinde-Prozesse

Gewinden ist bei zähen und harten Werkstoffen immer eine Herausforderung und bezüglich Prozesssicherheit eine Knacknuss. D. Meier sagt in diesem Zusammenhang: «Am Beispiel von Sacklöchern ist beim Gewinden die Spanabfuhr oft ein kritischer Aspekt. In diesem Zusammenhang hat OSG neue Geometrien ihrer Gewindeschneidwerkzeuge entwickelt, die eine kontrollierte Spanabfuhr bringen.»

M. Scheidegger ergänzt: «An solchen Beispielen bemerken wir die kontinuierliche Weiterentwicklung im Werkzeugbereich von OSG. Die neuen OSG-A-Serie-Gewinde­bohrer produzieren sehr fein gewickelte Späne. Spanbeherrschung ist gerade in der mannlosen Fertigung matchentscheidend. Das fängt beim Bohren und Fräsen an, geht über die Gewindeschneidprozesse bis hin zur effizienten Späneentsorgung aus der Maschine. Wenn wir doppelte Schnittmeter fahren können, müssen auch die Späne doppelt so schnell aus der Maschine raus.»

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