Zukunft und Gegenwart Strategische Kooperation und Proteste bei Swiss Steel

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Gestern noch berichtet Swiss Steel von einem Deal mit der Canada Nickel Company, um europäische Kunden besser bedienen zu können, heute gehen Mitarbeiter auf die Straße ...

Bei Swiss Steel wird zwar an der Zukunftsfähigkeit gearbeitet, um im stählernen Rennen bleiben zu können, doch gleichzeitig schlagen deshalb die Wellen des Unmuts bei der Tochter DEW in Deutschland hoch ...(Bild:  SRF / S. Studer)
Bei Swiss Steel wird zwar an der Zukunftsfähigkeit gearbeitet, um im stählernen Rennen bleiben zu können, doch gleichzeitig schlagen deshalb die Wellen des Unmuts bei der Tochter DEW in Deutschland hoch ...
(Bild: SRF / S. Studer)

Die Swiss Steel Group und Canada Nickel Company Inc. wollen jetzt eine langfristige strategische Partnerschaft zur Lieferung CO₂-arm erzeugter Stahlhalbzeuge aus Kanada aufbauen. Eine Vereinbarung wurde bereits unterzeichnet, die den Rahmen für die angestrebte Zusammenarbeit absteckt. Das Ganze soll Kanadas Rohstoff- und Energievorteile mit der Kompetenz der Swiss Steel Group in der Spezialstahlproduktion und ihren etablierten europäischen Kundennetzwerken verbinden, heißt es dazu. Die Swiss Steel Group erhalte so Zugang zu CO₂-arm erzeugten Knüppeln und Vorblöcken zur Weiterverarbeitung in ihrer Spezialstahlproduktion. Ein erstes Versorgungskonzept wurde für die Produktionsstandorte in den USA, Kanada, Deutschland, der Schweiz und Frankreich entwickelt und technisch validiert. Die geplante Partnerschaft würde der Swiss Steel Group ab 2030 exklusiven Zugang zu rund einer Million Tonnen Stahlhalbzeugen pro Jahr eröffnen. Gleichzeitig gehen die Mitarbeiter in Deutschland auf die Barrikaden ...

Das hat Swiss Steel mit deutschen Werken vor:

Mehrere tausend Menschen haben gestern Abend in Siegen für den Erhalt von Stahlarbeitsplätzen beim Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW) demonstriert. Dazu aufgerufen hatte die IG Metall. Denn die Gewerkschaft sieht mehrere hundert Arbeitsplätze in der Region bedroht, nachdem der Mutterkonzern Swiss Steel vor zwei Wochen eine Teilschließung des Werks angekündigt hatte. An dem Demonstrationszug im Stadtteil Geisweid nahmen nach Angaben der Polizei rund 3.500 Menschen teil, darunter auch Familien der Werksangehörigen. Konkret: Swiss Steel will die DEW-Kapazitäten in Witten und Siegen bündeln und im Gegenzug die Werke in Hagen und Krefeld verkaufen oder schließen. Die Stahlproduktion soll in Witten konzentriert werden. Das Stahlwerk in Siegen soll demnach zunächst pausieren. Verbessere sich die Lage, soll es unter Umständen weitergehen. Davon betroffen sind rund 220 Beschäftigte. Das Siegener Walzwerk (rund 700 Mitarbeiter) soll dagegen integraler Bestandteil des künftigen Produktionsverbunds bleiben.

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