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Ressourceneffizienz Synergie von Reiniger und Kühlschmierstoff

| Autor/ Redakteur: / Andrea Gillhuber

Die Synergie zwischen einem wassermischbaren Kühlschmierstoff und einem wasserbasierten Reiniger führt zu einer signifikanten Leistungssteigerung bei weniger Schmierstoff- und Energieverbrauch sowie reduziertem Entsorgungsaufwand.

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Sonderwerkzeug von Mapal zur Fertigung von Bohrkronen für die Bergbauindustrie. Der Einsatz von Dualcys von Henkel erübrigt den sonst erforderlichen Einsatz von Lösemitteln zum Entfetten und anschließenden Verkleben der Bauteile
Sonderwerkzeug von Mapal zur Fertigung von Bohrkronen für die Bergbauindustrie. Der Einsatz von Dualcys von Henkel erübrigt den sonst erforderlichen Einsatz von Lösemitteln zum Entfetten und anschließenden Verkleben der Bauteile
(Bild: Henkel, CAS004)

Eine effiziente Produktion entsteht durch das reibungslose Zusammenspiel aller Komponenten – von der Maschine über die Werkzeugwahl bis hin zum Kühlschmierstoff. Die Mapal Dr. Kress KG setzt in der zerspanenden Fertigung von Sonderwerkzeugen für Bohrkronen in der Bergbauindustrie auf den Bonderite-Dualcys-Prozess von Henkel. Die Synergie zwischen einem wassermischbaren Kühlschmierstoff und einem wasserbasierten Reiniger führt dabei zu einer signifikanten Leistungssteigerung bei weniger Schmierstoff- und Energiebedarf sowie reduziertem Entsorgungsaufwand. Das Verfahren wurde in enger Zusammenarbeit beider Unternehmen perfekt auf die spezifische Anwendung zugeschnitten.

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Produktqualität und Prozesssicherheit

Henkel hat mit dem 2015 eingeführten Bonderite-Dualcys-Prozess für die Zerspanung und Reinigung seine Marktpräsenz im Bereich der wassermischbaren Kühlschmierstoffe weiter ausgebaut. Bei Mapal führte die innovative Technologie zu erheblichen Verbesserungen, vom Zeit-, Betriebsmittel-, Energie- und Entsorgungsaufwand bis hin zur Produktqualität und Prozesssicherheit.

„Wir arbeiten schon seit vielen Jahren erfolgreich mit Henkel zusammen. Das neue Bonderite-Dualcys-Verfahren setzen wir erstmals bei der Zerspanung mit speziellen Sonderwerkzeugen ein, mit denen ein australischer Endkunde dann Bohrkronen für die Berg­bauindustrie herstellt. Die Bauteile haben mitunter bis zu 200 Bohrungen, in die wir dann gehärtete Stahlstifte einkleben. Normalerweise müsste der zum Zerspanen verwendete Kühlschmierstoff vorher aus jeder dieser Bohrungen mit einem Lösemittel entfernt werden. Mit dem Bonderite-Dualcys-Prozess genügt es, die Bohrungen auszublasen“, sagt Andreas Rotenberger, Mitarbeiter des Bereichs Forschung und Entwicklung bei Mapal in Aalen.

Mapal zählt zu den international führenden Anbietern von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanung nahezu aller Werkstoffe und beliefert namhafte Kunden vor allem aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau.

Entscheidende Herausforderungen

Dabei ist der Markt der Metallbearbeitung durch eine Reihe anhaltender Trends und Herausforderungen gekennzeichnet, die für den Wettbewerbserfolg entscheidend sind. Im Segment der spanenden Bearbeitung betrifft dies unter anderem die Prozesskosten, die Arbeitsbedingungen und die Nachhaltigkeit sowohl der Betriebsmittel als auch der Verfahren.

„Viele unserer Kunden legen verstärkt Wert auf die Sauberkeit des Arbeitsraums und stellen erhöhte Anforderung an die leichte Reinigung der Bauteile nach dem Bearbeiten, damit an dieser Stelle keine Produktionsengpässe in der Fertigung entstehen“, erläutert Jürgen Schöllkopf, Projektmanager Kühlschmierstoffe bei Henkel Adhesive Technologies. „Die Eigenschaften des Kühlschmierstoffs spielen hierfür eine bedeutende Rolle. Einerseits muss er hohe Schmierfähigkeit beim Zerspanen gewährleisten, andererseits darf er die anschließende Entfettung der Teile nicht erschweren.“

Um den Bonderite-Dualcys-Prozess zu testen, hatte Mapal die Leistungsfähigkeit des Verfahrens in seinem Forschungs- und Entwicklungszentrum in Aalen mit ständig wechselnden Bauteilen, Bearbeitungssituationen, Verfahren und Werkstoffen erprobt. „Die Ergebnisse sind rundum überzeugend. So konnte die Ausschleppung des Kühlschmierstoffs um weit über 50 % reduziert werden und neben einem geringeren Emulsionsverbrauch ergaben sich auch deutliche Energieeinsparungen, da das Reinigungsbad bei niedrigeren Temperaturen betrieben werden kann. Gleichzeitig erzielten wir – mit zuverlässiger Wiederholgenauigkeit und erheblich schneller als vorher – absolut saubere Teile“, betont Rotenberger.

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