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Tags bringen Licht ins Dunkelvon nicht optimierten Prozessen

| Autor/ Redakteur: Konrad Buck / Bernd Maienschein

Automatische Identifikation wirkt stabilisierend. Sie beseitigt Systembrüche und erlaubt eine zunehmend geschlossene Sicht auf Produktion, Lager und Logistik. Ob zur Optimierung der Stoßfängerproduktion oder zur Qualitätskontrolle in der Fleischverarbeitung – Identtechnik ist immer mit dabei.

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Die Funkchip-Unterstützung in der Produktionssteuerung von Stoßfängern bei Rehau hatte einen Return on Invest von nur 18 Monaten.
Die Funkchip-Unterstützung in der Produktionssteuerung von Stoßfängern bei Rehau hatte einen Return on Invest von nur 18 Monaten.
(Bild: Rehau)

RFID-Inseln im Maschinen- und Anlagenbau entwickeln sich langsam, aber sicher zu vernetzten Industrielösungen. „Mangelndes Wissen um Aufenthaltsorte oder Verfügbarkeiten von Bauteilen oder Endprodukten ist für die Unternehmen heute ein wesentlicher Kostentreiber“, unterstreicht Andreas Goerdeler, Referatsleiter Entwicklung konvergenter Informations- und Kommunikationstechnik im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

RFID ermöglicht mehr Kosteneffizienz

Die Lösung des Problems liege im flächendeckenden Einsatz von Funketiketten. Technik und Know-how seien heute vorhanden: „Die RFID-Technik hat mittlerweile einen hohen Reifegrad erreicht. Gleichzeitig steht heute bereits viel Erfahrung beim Aufbau entsprechender Lösungen, bei der Integration mit bestehenden IT-Systemen und bei der Optimierung komplexer Prozesse zur Verfügung.“

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Außerdem, so Goerdeler, haben die Unternehmen durch den Einsatz von RFID-Systemen einen zusätzlichen Hebel, um dem globalen Kostendruck entgegenzuwirken: „Der Einsatz von RFID-Technik ist eine große Chance für mehr Kosteneffizienz, denn dadurch haben die Verantwortlichen einen Echtzeitüberblick über das, was aktuell bei allen Fertigungs- und Lieferprozessen in ihrem Unternehmen passiert.“

RFID-Einsatz ermöglicht die lückenlose Kontrolle von Fertigung und Logistik

Beim Polymerhersteller Rehau aus dem gleichnamigen Ort bei Hof verbessert RFID die Produktionssteuerung, unterstützt die Einhaltung der Qualitätsstandards und ermöglicht eine lückenlose Kontrolle von Fertigung und Logistik. Rehau produziert Stoßfänger und nutzt Funkchips zur Steuerung der Fertigung sowie zur späteren Rückverfolgung der Produkte.

Das RFID-Projekt bei Rehau, in das die Bluhm Systeme GmbH aus Rheinbreitbach bei Bonn für den Bereich Etikettierung mit einbezogen ist, gilt als eines der ersten, in denen Smartlabels in einem extrem großen Umfang in einem automatischen Produktionsprozess zuverlässig beschrieben und appliziert werden. Zum Einsatz kommen Systeme für print, code & apply.

Tamp-Blow-Verfahren bringt RFID-Tags sehr schnell und sicher auf

Die Neuartigkeit dieser Geräte besteht darin, dass sie die beschriebenen und bedruckten RFID-Tags extrem schnell und sicher im sogenannten Tamp-Blow-Verfahren aufbringen. Zuvor war dies nur im Tamp-Verfahren möglich, bei dem die Etiketten durch Ankleben auf das Produkt kommen. Im Gegensatz dazu werden beim schonenden Tamp-Blow-Verfahren die Etiketten per Luftstoß in Sekundenschnelle auf das Produkt geschossen, ohne jegliche Gefahr, dabei die empfindliche Produktoberfläche zu beschädigen.

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