Pfaff Industriesysteme

Technikum für Nähsysteme im Bereich Fasergelege stärkt Compositebereich

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die Portalanlage KL 504 ist flexibel einsetzbar

Die Portalanlage mit hängendem Roboter hat einen definierten Arbeitsraum von 8 m × 3,5 m × 1,5 m. Die Anlage ist mit folgenden Funktionsköpfen ausgestattet:

  • Blindstichnähkopf RS 512;
  • Zweinadelnähkopf RS 530;
  • Tufting-Nähkopf RS 522;
  • Ultraschall-Schneidkopf;
  • Lasermeßkopf.

Durch die Konstruktion der Nähköpfe werde es möglich auch mit einer Zugänglichkeit von nur einer Seite, Carbonfaser- und Glasfasergelege miteinander zu verbinden. Die Nähte können mit Fäden aus Carbon, Glas, Kevlar oder Polyester ausgeführt werden. Die Nähte haben eine formgebende (Preforming) oder Handling Funktion, können aber auch im späteren Bauteil Eigenschaften entscheidend verbessern. Sowohl die Verbindung der einzelnen Lagen zueinander als auch die Erhöhung von Scher- und Druckbelastungen, beispielsweise für Sandwichbauteile, gelingt so prozesssicher.

Automatische Lagekorrektur möglich

Durch die Portalkonstruktion in Verbindung mit dem Roboter, sind auch komplexe Geometrien bearbeitbar. Ein Ultraschallschneidkopf, der wie alle anderen Funktionsköpfe über ein Werkzeugwechselsystem automatisch aufgenommen und abgelegt werden könne, diene zum Schneiden von trockenen Fasermaterial sowie Prepreg-Material. Der Meßkopf mit Laserabtastung ermöglicht dabei die automatische Lagekorrektur von Bauteilen mittels eines Softwaretools zur Vermessung und Kalkulation von Verschiebungen. Zusätzlich gibt es beim Portalsystem die Möglichkeit zur Simulation und Offline-Programmierung auf einer separaten Workstation. Dort werden Erreichbarkeit und Kollision geprüft. Ebenso kann auf dieser Station die Fadenspannung für Blindstich- und Zweinadelkopf und der Fadenverbrauch beim Tufting-Kopf kontrolliert und dokumentiert werden.

Die KL 110 CNC-Nähanlage schont das Material

Die CNC-Nähanlage KL 110 arbeitet mit Doppelsteppstich zur Vernähung von CF- und GF-Fasergelegen im 2D-Sektor. Der Arbeitsbereich der Anlage ist 8 m × 3,5 m. Die Maschine ist mit einem Drehkopf ausgestattet um in alle Nahtrichtungen die höchste Nahtqualität zu gewährleisten, wie Pfaff erklärt. Das Nähmaterial werde bei dieser Anlage vollflächig unterstützt und durch ein spezielles Bandsystem äußerst schonend behandelt. Zur leichteren Programmierung steht außerdem ein DXF-Konverter zur Verfügung, der, wie es heißt, ein maschinenlesbares Programm direkt ausgibt. Die Oberfadenspannung werde durch ein Sensorsystem überwacht und das Überschreiten der eingestellten Limits führe zu einem Stopp der Anlage, mit entsprechender Fehlermeldung. Es bestehe zusätzlich die Möglichkeit, die Fadenspannungswerte zu protokollieren.

MM

(ID:44470234)