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Technologiemanagement macht aus Ideen erfolgreiche Produkte

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„Forschung braucht Leitplanken; ziellose Forschung ist mir ein bisschen zu viel Freiheit“, sagte Prof. Schuh. Es gelte, Ziele zu setzen, ohne die Kreativität zu vernichten. Marktanforderungen seien in diesem Zusammenhang wichtig, reichten jedoch nicht aus, um daraus das Technologiemanagement abzuleiten. „Was der Markt schon erwartet hat, ist nicht die große Innovation, die braucht eine ordentliche Prise Technology-Push“, so der IPT-Direktor.

Technologie- und Produktentwicklung klar trennen

Hilfreich ist eine konsequente Trennung von Technologie- und Produktentwicklung. Bei der ersteren geht es um Kundennutzen, Kreativität und Innovationshöhe, bei der letzteren um Zeit, Kosten und Qualität.

„Durchbruch-Innovationen“ erfordern alternative Vorgehensweisen. Mainstream-Innovationen, die der Sicherung des Kerngeschäfts dienen und neue Varianten bringen, könnten in Gremien erarbeitet werden. Innovationen, die sich durch besondere Neuheit, Einzigartigkeit und Differenzierung auszeichnen, erforderten jedoch Dissens und Querdenken.

Räumliche Nähe fördert technologische Entwicklung

Vernetzung durch persönliche Kontakte und direkten Austausch machen das Technologiemanagement erfolgreich. Technisches Wissen werde bei den erfolgreicheren Unternehmen häufiger gespeichert und kommuniziert als beim Durchschnitt, insbesondere durch Workshops und Vorträge, die Förderung einer offenen Unternehmenskultur und Job-Rotations-Programme. Direkter Austausch lasse sich durch räumliche Nähe stark unterstützen, entscheidend seien die ersten 30 m.

Die Unternehmen sollten ein ganzheitliches Wissensmanagement anstreben. Dies könne gelingen, wenn man die Wissensverteilung richtig wertschätze – was sich wiederum durch Transparenz, Vernetzung und freiwilligen Wissensaustausch herstellen lasse. Das ganzheitliche Wissensmanagement erfolge in den drei Dimensionen Kultur – Wissensverteilung als Grundeinstellung, Strukturen – Finden von Wissen und gefunden werden und Aktivitäten zur zielgerichteten Wissensnutzung.

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