Nicht gesagt Teslas Stellenabbau werde dramatisiert

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Eine Tesla-Unternehmenssprecherin teilte gestern mit, dass die in Medienberichten genannte Zahl von 3.000 betroffenen Stelle jeder Grundlage entbehrt.

Elon Musk ist jetzt für eine Verschlankung der Organisation. Gerüchte über rund 3.000 Stellen, die allein in Grünheide abgebaut werden sollen, machen die Runde. Die Politik fordert klare Aussagen, manche Fraktionen sogar eine Beteiligung des Landes Brandenburg an Tesla.(Bild:  Tesla)
Elon Musk ist jetzt für eine Verschlankung der Organisation. Gerüchte über rund 3.000 Stellen, die allein in Grünheide abgebaut werden sollen, machen die Runde. Die Politik fordert klare Aussagen, manche Fraktionen sogar eine Beteiligung des Landes Brandenburg an Tesla.
(Bild: Tesla)

Nach der Ankündigung eines weltweiten Stellenabbaus beim US-Autobauer Tesla ist das Ausmaß der Einschnitte für das einzige europäische Tesla-Werk in Grünheide bei Berlin noch offen. Die Landesregierung in Brandenburg sieht Tesla mit rund 12.500 Beschäftigen als Zugpferd für sein Wirtschaftswachstum. Landespolitiker forderten den Elektroauto-Hersteller auch auf, rasch für Klarheit darüber zu sorgen, wie viele Jobs nun voraussichtlich gestrichen werden sollen. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hatte am Montag mitgeteilt, er stehe im Kontakt mit dem Unternehmen.

Chinas Automacht drückt Tesla-Absatz runter

Tesla bekommt unter anderem den harten Preiskampf im größten Automarkt China zu spüren und hat im ersten Quartal weltweit mit fast 387.000 Autos überraschend weniger Fahrzeuge ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Schon davor hatten sich nach den jahrelang starken Zuwächsen bereits Zweifel am Wachstumstempo im Elektroautomarkt gemehrt. Tesla-Chef Elon Musk will angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos und schwacher Verkäufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen. Das äußerte er in einer internen E-Mail. Er ist demnach davon überzeugt, dass nur eine effiziente und schlanke Organisation für zukünftige Herausforderungen gut aufgestellt ist. Und die Erfahrung zeige, dass dieses Vorgehen maßgeblich zum Erfolg beitrage. Zum angekündigten Stellenabbau hieß es, dass diese Maßnahme geprüft werden und für die Gigafactory Berlin-Brandenburg vor dem Hintergrund aller arbeitsrechtlichen und mitbestimmungspflichtigen Erfordernisse unter Einbeziehung des Betriebsrates verfolgt wird. Zahlen zu geplanten Stellenstreichungen in Grünheide nannte Tesla aber nicht.

Linksfraktion plädiert für Beteiligung an Tesla

Die oppositionelle Linke im brandenburgischen Landtag, die der Landesregierung seit langem eine zu große Nähe zu Tesla vorwirft, schlug am Dienstag die Prüfung einer staatlichen Beteiligung am Autowerk in Grünheide vor. Linksfraktionschef Sebastian Walter will dem Land damit Einfluss auf Entscheidungen bei Tesla verschaffen und verwies auf die seit Jahrzehnten bestehende Beteiligung des Landes Niedersachsen an Volkswagen. Denn man könne sich nicht davon abhängig machen, ob Elon Musk gerade gute oder schlechte Laune habe. Die Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und Grünen nannten den Vorschlag der Linksfraktion allerdings absurd und kaum ernst zu nehmen. In Niedersachsen hat das Land angesichts eines seit 1960 bestehenden VW-Gesetzes mit einem Anteil von 20 Prozent an VW aber eine starke Stellung bei dem Autohersteller.

(ID:50003064)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung