Kennzeichnungstechnik Thermohärtender Digitaldruck gewinnt an Bedeutung

Autor / Redakteur: Peter Jakob / M. A. Benedikt Hofmann

Seit Jahrzehnten sind Siebdruck, Eloxaldruck und Gravur die dominierenden Technologien bei der Herstellung von Kabel- und Betriebsmittelschildern sowie Schildern für Schaltschränke und Verteilerkästen. Ein neues Verfahren will das ändern und verzeichnet im Automobilbau bereits große Erfolge.

Anbieter zum Thema

Das System Printolux-Basic-go ist einfach zu transportieren und überall einsatzfähig.
Das System Printolux-Basic-go ist einfach zu transportieren und überall einsatzfähig.
(Bild: Printolux)

Nachdem das patentierte Kennzeichnungsverfahren Printolux in den vergangenen Jahren mit Audi, BMW, Daimler, Mini, Porsche und Smart eine ganze Reihe an namhaften Automobilherstellern als Anwender gewinnen konnte, hat Ende September 2014 auch VW als Kernmarke des VW-Konzerns dieses Verfahren zur Herstellung von Kennzeichnungen im Karosseriebau freigegeben. Das Unternehmen Printolux sieht das als einen weiteren großen Schritt bei der Etablierung des Verfahrens sowohl in der deutschen Automobilindustrie als auch im Anlagenbau.

Kein Drucker und kein Drucksystem

Das „O.K.“ von VW bedurfte einer langen Anlaufzeit. Bereits 2008 baute der Verfahrensentwickler und Unternehmensgründer Peter Jakob einen Kontakt zu dem Autohersteller auf. Bei der Barcode-Kennzeichnung von Werkzeugen war die bis dahin vorrangig eingesetzte Gravur nicht brauchbar, so kam Printolux als mögliche Alternative ins Spiel. Wegen der Größe des Werkzeugs zeigte sich aber auch das damals gerade auf den Markt gekommene Verfahren nur bedingt tauglich. Der Kontakt verlief damit zunächst im Sand.

Bildergalerie

Nachdem es Printolux dann ab 2012 gelang, bei einer Reihe anderer Automobilkonzernen Freigaben zu erzielen und das Verfahren bei BMW die mechanische Gravur in einigen Bereichen sogar verdrängen konnte, lag eine erneute Ansprache von VW auf der Hand. Im Herbst 2013 ließ Printolux den Verantwortlichen von VW ausführliche Informationen und eine umfangreiche Bemusterung zukommen. Der angestrebte Durchbruch ließ allerdings noch ein weiteres Jahr auf sich warten.

Hohes Leistungsniveau

Im Rahmen einer Präsentation konnte das Unternehmen am 25. September 2014 in Wolfsburg überzeugen. Im Zentrum dieser Präsentation standen Ausführungen zum Charakter von Printolux als Kennzeichnungsverfahren, bei dem mehrere Komponenten zusammenwirken. Dadurch erreicht das Verfahren ein Leistungsniveau, das höher anzusiedeln ist als bei der Gravur und anderen konventionellen Technologien. Diesen Charakter dokumentiert die Patentschrift des Verfahrens. Sie macht deutlich, dass nur das Zusammenwirken von zertifizierten Trägermaterialien, einer speziellen Vorbehandlung, wasserbasierten Spezialtinten, Software, Drucksystemen und Wärmeeinheiten zu der erwiesen hohen Druckqualität und Beständigkeit führt.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43035573)