Thermotransferdrucker vereinfacht Kennzeichnung von Klemmen

Redakteur: MM

In unternehmensinternen Betriebsvorschriften wird eine dauerhafte und eindeutige Beschriftung aller relevanten Komponenten längst gefordert. Besonders beim Steuerungs-, Anlagen- und Maschinenbau...

Anbieter zum Thema

In unternehmensinternen Betriebsvorschriften wird eine dauerhafte und eindeutige Beschriftung aller relevanten Komponenten längst gefordert. Besonders beim Steuerungs-, Anlagen- und Maschinenbau lassen sich so Einsparungen erzielen. Viele Vorteile wie einfaches Handling und ein optisch hochwertiges Beschriftungsbild sprechen bei der Auswahl des Druckers für Thermotransferdrucker.Im heutigen Produktionsprozess spielt der Kostenfaktor Zeit eine immer größere Rolle. Hierbei dürfen aber weder der Qualitäts- noch der Sicherheitsfaktor außer Acht gelassen werden. Um allen drei Faktoren umfassend gerecht zu werden, ist eine eindeutige Kennzeichnung aller Bauteile und Komponenten unerlässlich. Die Anforderungen an die Beschriftung hinsichtlich Haltbarkeit und Optik sind hoch gesteckt. In vielen unternehmensinternen Betriebsvorschriften ist eine dauerhafte und eindeutige Kennzeichnung aller relevanten Komponenten längst Vorschrift. Insbesondere für den Steuerungs-, Anlagen- und Maschinenbau werden hierdurch Einsparpotentiale deutlich. Der Servicegrad wird bei der Fehlersuche im Reparaturfall erhöht und die Ausfallzeiten von Maschinen oder kompletten Anlagen auf ein Minimum reduziert. Thermotransferdrucker werden immer beliebterFür die Kennzeichnung von Klemmen, Leitern, Kabeln und Bauteilen stehen dem Anwender derzeit eine ganze Reihe von Beschriftungsverfahren zur Verfügung. Die am häufigsten angewandten Verfahren sind die Beschriftung per Hand, Plotter, Laserdrucker oder Thermotransferdrucker. In diesem Beitrag wird hauptsächlich auf die Thermotransfertechnologie eingegangen, da dieses Verfahren in den letzten Jahren seinen Marktanteil überproportional steigern konnte. Die Hauptvorteile des Thermotransferdruckers sind: - Die Anschaffungskosten sind niedrig.- Das Handling ist einfach.- Das Beschriftungsbild ist dauerhaft optisch hochwertig.- Die Beschriftung ist hoch abriebfest.- Endlosmaterial kann verwendet werden. - Gerät eignet sich zum mobilen Gebrauch.- Nach längerem Nichtgebrauch einfach zu reaktivieren.Die Nachteile des Thermotransfer-Verfahrens lassen sich kurz zusammenfassen:- Materialoberfläche des Druckmediums muss eben sein.- Materialien mit einer erhabenen oder unflexiblen Struktur, wie sie beispielsweise Scheckkarten aufweisen, sind nur mit speziell umgebauten Druckern zu verarbeiten.Thermotransfertechnologie ist ungefähr 20 Jahre altDie Thermotransfertechnologie wurde vor ungefähr 20 Jahren entwickelt, wobei der Marktanteil in den letzten fünf Jahren in der Industrie überproportional angestiegen ist. In dieser Zeit hat der Thermotransferdrucker eine Reihe von Entwicklungsstufen durchlaufen. Am Anfang wurde er häufig in eine Etikettier- oder Verpackungsstraße integriert und war seinem Aufgabengebiet fest zugeordnet. Heute ist er aufgrund seiner kompakten Bauweise modular, also flexibel, einsetzbar. Der Markt bietet ein breit gefächertes Angebot an Thermotransferdruckern unterschiedlicher Leistungs- und Preisklassen an. Die Auswahl ist an den Bedürfnissen des Anwenders orientiert. Druckauflösungen von 200 bis 600 dpi (Dots per Inch), Druckgeschwindigkeiten bis maximal 250 mm/s, Druckbreiten von 1" (25,4 mm) bis zu 8" (203,2 mm) sind druckerabhängig umgesetzt, für die meisten Anwendungsfälle sind diese Maximalwerte jedoch überdimensioniert. Druckauflösungen von 300 dpi reichen aus, um Schriftzeichen bis zu einer Höhe von 0,5 mm exakt darzustellen. Druckgeschwindigkeiten von 250 mm/s sind nur für die Verarbeitung von Papieretiketten anwendbar, für hochwertige Polyesteretiketten bilden bereits 50 mm/s das Maximum. Druckbreiten von etwa 100 mm, als Endlosformat verwendet, reichen in den meisten Anwendungsfällen aus. Thermotransferdrucker von Phoenix Contact sind auf das Anforderungsprofil des Steuerungs-, Anlagen- und Maschinenbaus ausgerichtet. Im Vordergrund dieses Produktprogramms stand das technisch Sinnvolle und nicht nur das technisch Machbare. Der Drucker CMS-TTP 4320 überzeugt durch sein technisches Leistungsvermögen sowie durch sein Eigengewicht von 1,3 kg. Hierdurch eignet er sich besonders für den Einsatz direkt vor Ort. Mit einer Druckauflösung von 300 dpi sowie einer Druckbreite von 100 mm sind die technischen Daten mit denen des größeren Thermotransferdruckers CMS-TTP 3-300 identisch. Dieser ist aufgrund seiner größeren Etiketten- und Farbbandrollen für große Durchsatzmengen geeignet. Im Mittelpunkt des Funktionsschemas steht der Thermodruckkopf. In vereinfachter Form ist der Druckkopf mit einem Nadelkissen vergleichbar. Je dichter die Nadeln (Heißelemente) zusammenstehen, desto höher wird die Druckauflösung auf dem Druckmedium. Der erste Schritt im Druckprozess ist die Übertragung der Druckdaten vom PC zum Drucker. Sobald die Daten übermittelt sind, kann der Interpretations-Prozess der Druckdaten beginnen. Anhand dieser Druckdaten werden gezielt einige Heißelemente im Thermodruckkopf blitzschnell erhitzt und wieder abgekühlt. Überall dort, wo die erhitzten Heißelemente mit dem Farbband in Berührung kommen, erfolgt ein Farbauftrag auf das Druckmedium. Er ist wischfest, unempfindlich gegen Säuren und Laugen sowie temperaturbeständig von - 40 0C bis + 150 0C oder mehr. Das Thermotransfer-Farbband besteht aus drei Hauptelementen, dem 3,5 bis 6 µm dicken Polyesterfilm, der 2 bis 4 µm dicken hitzeempfindlichen Transferbeschichtung (Wachs, Hybrid oder Harz) sowie einer Schutzschicht auf der Rückseite (protective back coating). Die schmelzende Farbschicht (Transferbeschichtung) ist dabei dem Druckmedium zugewandt.Generell hängt die Druckqualität vom Zusammenspiel dreier Faktoren ab. Jedes Druckmedium hat andere, ganz spezielle Ansprüche an die Farbbänder. Nur die richtige Kombination zwischen Druckmedium und Farbband führt zu einer guten Leistungsfähigkeit und erzeugt ein scharfes Druckbild. So werden reine wachsbeschichtete Farbbänder für Drucke auf Papier oder Karton mit geringen Anforderungen an die Wisch- und Kratzfestigkeit eingesetzt. Weil der Druck sehr weich ist, dringt die Farbe gut in das Druckmedium ein und erreicht ein deckendes Druckbild. Hybridfarbbänder (wachs-/harzbeschichtet), sind dagegen für Drucke auf Papier, Karton und bedingt auf Polyolefinen geeignet, wo eine hohe Wisch- und Kratzfestigkeit gewünscht wird. Das Druckbild ist sehr resistent gegen viele Chemikalien. Für hohe Anforderungen an die Wisch- und Kratzfestigkeit auf allen Kunststoffen, wie Polyester, PVC und Polyolefinen müssen dagegen harzbeschichtete Farbbänder verwendet werden. Es wird ein sauberes Druckbild auf glatten Oberflächen erreicht, das gegen fast alle Chemikalien beständig ist. Software muss auf den Drucker abgestimmt seinDas Produktprogramm aus Thermotransferdruckern, Farbbändern und Verbrauchsmaterialien muss aufeinander abgestimmt sein, aber erst das Zusammenspiel mit einer praxisgerechten Software rundet das Komplettprogramm für den Anwender ab. Die Beschriftungssoftware CMS-MARK-WIN wurde speziell für Thermotransferdrucker entwickelt. Dabei werden die Vorteile der leistungsfähigen Betriebssysteme Windows NT sowie Windows 95/98 genutzt. Mit dem Beschriftungsmodul werden die Bezeichnungsmaterialien für Klemmen, Leiter, Kabel und Betriebsmittel beschriftet. So ist es innerhalb kurzer Zeit möglich, die bereits bei der Projektierung im CAD/CAE-System festgelegten Kennzeichnungen im ASCII-Format zu übernehmen und anschließend weiterzuverarbeiten. Aber auch für die manuelle Dateneingabe steht eine Vielzahl von Komfortfunktionen zur Verfügung, wie Aufzähl-, Kopier- und Duplizierfunktionen sowie Dateneingabe über Variablen. Die unterschiedlich zu beschriftenden Bezeichnungsmaterialien können verändert oder ergänzt werden. Sonderzeichen der Elektrotechnik sind standardmäßig enthalten.Zusätzlich ist in der Beschriftungssoftware ein umfangreiches Grafikmodul enthalten. Mit dieser CAD-Oberfläche können beliebige zweidimensionale Grafiken erzeugt werden wie Typenschilder, Frontblenden und Blindschaltbilder. Die einzelnen Objekte beziehungsweise Bearbeitungsschritte werden mit Hilfe einer Vielzahl von Zeichenfunktionen grafisch erzeugt. Daneben stehen weitere Sonderfunktionen zur Verfügung wie Barcode, Linear- und Rundskalenerstellung, Automatenleistenbeschriftung, Rundbeschriftung, Grafikimport, um nur die wichtigsten Sonderfunktionen zu nennen. Die Darstellung der eingegebenen Zeichnungen und Grafiken auf dem Bildschirm erfolgt immer in der realen Grafikdarstellung Wysiwyg. Eine Testausgabe wird dadurch überflüssig.Die Software ermöglicht das Drucken, Plotten, Schneiden, Fräsen und Bohren von Schildern. Dazu kann die Ausgabe der Projekte wahlweise auf folgende Ausgabegeräte erfolgen: Thermotransferdrucker, alle handelsüblichen Laserdrucker, alle handelsüblichen Matrixdrucker, dem Phoenix-Plotter MCP 3 und der Phoenix Gravurmaschine Grav 32.Der Vorteil des Anwenders: Erst nach der Datenübernahme bei der Materialauswahl muss entschieden werden, auf welchem Ausgabegerät die Kennzeichnung erfolgen soll. Alle Ausgabegeräte werden parallel angesteuert. Dabei ist jederzeit ein Wechseln in andere Windows-Anwendungen möglich.Die Leiterkennzeichnung muss auch in rauen Umgebungsbedingungen einsetzbar sein. In Automaten für die Klemmhülsenfertigung beispielsweise herrschen Temperaturen bis zu +80 oC. Ferner ist die Kennzeichnung mechanischen Beanspruchungen wie Vibrationen, Spänen und einem ständigen Umspülen mit Kühl- und Schmiermitteln ausgesetzt. Sowohl das Grundmaterial als auch die Thermotransferbeschriftung halten diesen Beanstandungen stand, die aufgebrachte Kennzeichnung ist jederzeit gut ablesbar. Der Thermotransferdrucker wird sich aufgrund seiner Vielseitigkeit, seines modularen Aufbaus und seiner beständigen Beschriftung als Kennzeichnungsverfahren in der Zukunft durchsetzen.

Artikelfiles und Artikellinks