Fast alle sind dafür! Thyssenkrupp-Werkstoffsparte TK Accelis geht eigene Wege

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Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der Thyssenkrupp AG haben Aktionärsvertreter der Verselbstständigung von TK Accelis mit anschließender Börsennotierung zugestimmt haben ...

Im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung hat man bei Thyssenkrupp entschieden, dass die Werkstoffsparte TK Accelis selbstständig wird und auch an die Börse geht. Es gibt aber dazu stimmen, dass die Modalitäten dafür eigentlich anders sind, als sie es sein sollten ...(Bild:  Thyssenkrupp)
Im Rahmen einer außerordentlichen Versammlung hat man bei Thyssenkrupp entschieden, dass die Werkstoffsparte TK Accelis selbstständig wird und auch an die Börse geht. Es gibt aber dazu stimmen, dass die Modalitäten dafür eigentlich anders sind, als sie es sein sollten ...
(Bild: Thyssenkrupp)

Dass TK Accelis selbstständig wird, ist der richtige, konsequente nächste Schritt in der Neuaufstellung des Thyssenkrupp-Konzerns, kommentierte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, das Abstimmungsergebnis im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung des Stahl-Konzerns Thyssenkrupp. Eine unmittelbare Beteiligung der bisherigen Thyssenkrupp-Aktionäre sei demnach aktionärsfreundlich und eröffne die Chance auf eine eigenständige Be- und Verwertung der Aktie. Das Geschäft von TK Accelis wird als solide und robust geschildert. Das ist der richtige Weg, pflichtete Daniel Voss von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Tüngler bei. Die Thyssenkrupp-Aktionäre sollen für jeweils 20 Thyssenkrupp-Aktien einen Anteilsschein an TK Accelis erhalten. Die Thyssenkrupp AG bleibt über eine neue Holding-Gesellschaft Mehrheitsgesellschafterin mit einem Anteil von 51 Prozent.

Einige meinen, die Konzernmutter habe noch zu viel zu sagen

Die Hauptversammlung stimmte den Plänen am Ende übrigens mit 99,99 Prozent der Stimmen zu. Einziger Kritikpunkt: Das für die Bereitstellung und Überwachung der Geschäftsführung maßgebliche Kontrollorgan bleibe vollständig – oder zumindest weit überwiegend – durch die Konzernmutter geprägt, weshalb von einer wirklich überzeugenden Verselbständigung nicht die Rede sein könne. TK Accelis handelt weltweit mit Werkstoffen, die auf Wunsch auch vorbearbeitet werden. Das Unternehmen ist auch als Dienstleister für Lieferkettenmanagement aktiv. Laut Thyssenkrupp ist das Unternehmen in Europa führend, in den USA sei man drittgrößter Anbieter. Im Geschäftsjahr 24/25 (zum 30. September) erwirtschaftete die Sparte, die bis Juni unter der Bezeichnung Materials Services geführt wurde, einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro, wie man erfährt. Die Sparte beschäftigte weltweit (Stand Ende März) gut 15.300 Personen.

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