Werkstoffpreise Thyssenkrupp freut sich über hohe Stahlpreise

Quelle: dpa

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Der Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp profitiert von den gestiegenen Materialpreisen. Den Analysten zum Trotz, fiel das operative Ergebnis im dritten Quartal (per Juni 2022) viel besser aus.

Die Stahlpreise sind, wie so vieles, hoch. Was anderen das Geld aus der Tasche zieht, ist für Thyssenkrupp derzeit eine Geldquelle. Der Umsatz stieg deshalb im dritten Quartal 2022 deutlich an. Hier mehr zum Thema.
Die Stahlpreise sind, wie so vieles, hoch. Was anderen das Geld aus der Tasche zieht, ist für Thyssenkrupp derzeit eine Geldquelle. Der Umsatz stieg deshalb im dritten Quartal 2022 deutlich an. Hier mehr zum Thema.
(Bild: Thyssenkrupp)

Der Umsatz von Thyssenkrupp stieg im dritten Quartal um gut ein Viertel, was monetär rund 11 Milliarden Euro bedeutet, wie das Unternehmen heute informierte. Die Auftragseingänge konnten um 13 Prozent gesteigert werden, was ein jetziges Volumen von insgesamt 10 Milliarden Euro ausmacht. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) konnte Thyssenkrupp mit 721 Millionen Euro dabei fast verdreifachen.

Die Treiber dieser Entwicklung waren den Angaben zufolge höhere Umsätze und bessere Margen im Handels- und im Stahlgeschäft. Dazu kamen Effizienzsteigerungen im Zusammenhang mit dem laufenden Restrukturierungsprogramm. Das Geschäft belastende Faktoren waren die anhaltenden Lieferkettenprobleme und höhere Rohstoff- und Materialkosten für Thyssenkrupp selber. Diese quälten insbesondere das Automobilzuliefergeschäft sowie die Sparte für Industriekomponenten spürbar, wie es weiter heißt. Lieferengpässe sorgten auch für verzögerte Abrufe aus der Automobilbranche im Stahlgeschäft.

Aber gestiegene Zinsen belasten Thyssenkrupp-Ergebnis

Thyssenkrupp kann sich zwar über die hohen Stahlpreise freuen, doch es gibt einen Wermutstropfen – gestiegene Zinsen! Was das betrifft, so hat der Stahlproduzent millionenschwere Wertminderungen zu stemmen, wie es weiter heißt. Das habe den Nettogewinn durchaus nach unten gedrückt. Wertberichtigungen von rund 480 Millionen Euro waren nötig. Das Nettoergebnis fiel von 125 Millionen Euro auf 76 Millionen. Deshalb muss das Unternehmen die Prognose für den Jahresüberschuss jetzt in den Bereich hoher dreistelliger Millionen statt rund einer Milliarde Euro zurückschrauben. Die anderen Prognosen gelten weiterhin, so die Aussage. Damit erwartet Thyssenkrupp bis Ende September (Ende viertes Quartal des Geschäftsjahres) einen Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das operative Ergebnis (Ebit) würde den Prognosen zufolge dann von 796 Millionen auf mindestens 2 Milliarden Euro steigen. Für das vierte Quartal erwarte Thyssenkrupp folglich eine deutliche Entspannung beim Nettoumlaufvermögen und einen positiven Cashflow.

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