Arnz Flott Traditionsreicher Bohrmaschinen-Hersteller insolvent
Der Remscheider Bohrmaschinen-Hersteller Arnz Flott GmbH hat im 155. Jahr seines Bestehens Insolvenz beantragt.
Anbieter zum Thema
Nach Mitteilung der Geschäftsleitung ist der Grund die Wirtschaftskrise, die zu Auftragsrückgängen von über 50% führte. Als vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht Wuppertal Dr. Marc d´Avoine von der Kanzlei „D’Avoine, Teubler, Neu- Rechtsanwälte“ aus Wuppertal bestellt.
Dr. d´Avoine hat laut Mitteilung seine Arbeit sofort aufgenommen. „Im Moment sind wir dabei, die Strukturen zu sichern und dem Unternehmen eine neue, langfristige Perspektive zu geben“, sagte der Insolvenzverwalter in einer Belegschaftsversammlung.
Banken lassen Bohrmaschinen-Hersteller fallen
Trotz aller Bemühungen sei die Finanzierung durch die Banken gescheitert, heißt es. Die Gesellschafter der Firma hätten zudem die geforderten Sicherheiten nicht aufbringen können. Damit habe sich auch die Beantragung der zugesagten Landesbürgschaft in Höhe von 1 Mio. Euro erledigt.
„Unser Fortführungskonzept konnte daher nicht umgesetzt werden“, erläutert Geschäftsführer Jürgen Kullmann. „Obwohl die Oberbürgermeisterin der Stadt sowie die Wirtschaftsförderung alles für den Erhalt der Firma getan haben.“
Für Geschäftsleitung und die verbliebenen Mitarbeiter ein herber Rückschlag. Ende 2008 war der Bohrmaschinenhersteller erstmals wieder auf Wachstumskurs. „Die Ergebnisse waren positiv, wir hatten allen Grund uns zu freuen“, erinnert sich Kullmann.
Investoren verhandeln über Rettung des Bohrmaschinen-Herstellers
Aufgeben wollen die Flott-Mitarbeiter laut Angaben aber nicht. Aktuell würde mit Investoren verhandelt. Sie wollen die 155 Jahre alte Marke in Kooperation retten. Beim Bohrmaschinen-Hersteller wird weiter gearbeitet. Auch der Messeauftritt auf der Metall München hat noch stattgefunden. Alle Neuheiten und Innovationen wurden dem Fachpublikum präsentiert.
(ID:292960)