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Leichtbaumaterialien Trotz Krise – Thermhex steigert Umsatz um 13 Prozent

| Redakteur: Peter Königsreuther

Der Umsatz hat in den Ländern Frankreich, Deutschland und den USA deutlich zugenommen, heißt es. Die Automotivebranche und der Poolbau erbrachten den Löwenanteil.

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Wabenkerne gewinnen als Leichtbaumaterial immer mehr an Bedeutung, sagt Thermhex über seine Produkte. Ideen für neue Projekte entstünden quasi „am laufenden Band“. Den Erfolg bestätigen jetzt auch die neuesten Geschäftszahlen...
Wabenkerne gewinnen als Leichtbaumaterial immer mehr an Bedeutung, sagt Thermhex über seine Produkte. Ideen für neue Projekte entstünden quasi „am laufenden Band“. Den Erfolg bestätigen jetzt auch die neuesten Geschäftszahlen...
(Bild: Thermhex)

Die sehr leichten, aber dennoch stabilen Wabenkerne aus Polypropylen (PP) sind nicht zuletzt komplett recycelbar. Das, ihre mechanischen Eigenschaften sowie das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen laut Thermhex immer mehr Anwender. Unter ihnen befinden sich ein großer, privater Luft- und Raumfahrtkonzern sowie einige der größten Nutzfahrzeughersteller Europas.

Jetzt konnte das Unternehmen eine Umsatzsteigerung von satten 13 % verbuchen. Damit sei man gestärkt in die Corona-Krise geschliddert und noch stärker wieder heraus gekommen.

Mit Tagung und Organosandwich attraktiv geblieben

Die Wabenkerne gewinnen als Leichtbaumaterial immer mehr an Bedeutung und Ideen für neue Projekte entstehen förmlich „am laufenden Band“, sagt Thermhex. Die Anfragen zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten mit namhaften Partnern der deutschen Industrie hätten im letzten Jahr auch aufgrund der in Halle erstmals durchgeführten Faserverbund-Sandwich-Tagung, deutlich zugenommen.

Und das kürzlich auf den Markt gebrachte Organosandwich – ein PP-Wabenkern mit Glasfaser-PP-Decklage – gelte bereits als Geheimtipp in der Automobilindustrie. Das Sandwich kann durch Spritzgießen recht einfach und wirtschaftlich funktionalisiert werden und in kürzesten Zykluszeiten zum fertigen Bauteil in Serie verarbeitet werden, heißt es dazu.

Diverse interessante Sandwich-Projekte sind in Arbeit

Was die Forschung „am laufenden Band“ betrifft, so nennt Thermhex ein Vorhaben zur Entwicklung eines hybriden Sandwichmaterials bestehend aus dem PP-Wabenkern und metallischen Decklagen für die Automobilindustrie. Dann gibt es ein Projekt für die Entwicklung eines Wabenkerns für die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie das, wie es heißt, mit großem Interesse verfolgte und mit einem Eureka-Label versehene Projekt zur Herstellung eines hierarchischen Sandwich Wabenkerns für höher belastbare Anwendungen. „Hierarchische“ Sandwichstrukturen, erklären die Experten, bedeutet, dass die Deckschichten von Sandwichmaterialien selbst aus Sandwichstrukturen bestehen.

Zukünftig werde Thermhex mit einem neuen Vertriebsmanager auch neue Vertriebswege gehen. Und trotz der Corona-Krise konnten auch im ersten Quartal dieses Jahres neue Kunden gewonnen werden, betont man. Die schnellen Lieferzeiten, das Know-how der Mitarbeiter und das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis der Wabenkerne erfüllten für viele Branchen grundlegende Kriterien, um auf diese Leichtbauhalbzeuge zu setzen. Der Erfolg spreche sich dann schnell herum, heißt es.

Ein kleiner Wermutstropfen trübt die Stimmung nur schwach

Die Freude über das bisher beste Geschäftsjahr wird dennoch von der Corona-Pandemie überschattet: Zurzeit arbeiten die Mitarbeiter verkürzt und die bereits für Mai geplante Betriebsfeier anlässlich des 10-jährigen Bestehens von Thermhex musste verschoben werden.

Dennoch blicke das Thermhex-Team voller Zuversicht in die Zukunft und hat sich noch mehr personelle Verstärkung geholt. Ein weiterer Ingenieur unterstützt die Anstrengungen rund um die Erforschung und Optimierung vom Material, dem Produktionsprozess und den Wabenkernen selbst, sowie deren Weiterverarbeitung.

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