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Duplex: Mit zwei Spindeln produktiver zerspanen
Bei der Bearbeitung von sehr großen Maschinenbauteilen und Schweißkonstruktionen aus der Baumaschinenindustrie werden vermehrt Soraluce-Fahrständer Fräs- und Bohrcenter im Duplex-Verfahren in gegenüberliegender Anordnung eingesetzt, wie das Unternehmen registriert. Die Vorteile sollen sich etwa durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Spindeln ergeben, weil so die Produktivität automatisch um 50 % gesteigert werde.
Im Vergleich zu den Portalfräsmaschinen sind bei Soraluce-Duplex-Fahrständer-Fräs- und -Bohrzentren, wie es heißt, beide Spindeln unabhängig voneinander in der Längsachsenposition im Einsatz. Zusätzlich ermögliche die horizontale Lage der beiden Frässchieber auch die Werkstückbearbeitung von unten. So wird eine 6-Seiten-Bearbeitung möglich und ein Umspannen vermieden, sagen die Limurger. Darüber hinaus könnten beide Maschinen auch einzeln zur Bearbeitung von komplexen Werkstücken genutzt werden.
Mit drei Steuerungen, die Zerspaner-Nase vorn haben
Um das Konzept der Duplex-Maschinen optimal nutzen zu können, hat Soraluce nach eigenen Angaben ein Duplex-Paket entwickelt. Dieses Paket beinhalte die Kommunikation beider Maschinen über drei Steuerungen, eine Soraluce-Anti-Kollisionssoftware, die ständige Synchronisation beider Maschinen und gemeinsame Maschinennullpunkte, um die bestmögliche Präzision zu erreichen.
Die Bedienung soll außerdem recht einfach sein: Der Anwender kann beide Maschinen von der jeweiligen Bedienerbühne der anderen Maschine durch den Einsatz der drei Steuerungen befehligen, heißt es. Eine Roboter-Tool-Arena, die 500 Werkzeugen fassen kann und mit automatischer Werkzeugverwaltung arbeitet, versorge beide Maschinen unabhängig voneinander mit den benötigten Zerspanungswerkzeugen.
Automatische Schwingungsdämpfung erlaubt unabhängiges Schruppen oder Schlichten
Um das Fräsergebnis noch optimaler zu machen und die Bearbeitung fehlerfreier, wurde die spezielle, von Soraluce patentierte Technologie DAS+, zur Schwingungsdämpfung bei der Bearbeitung eingesetzt. DAS+ ermöglicht „erstmals“ das unabhängig voneinander mit beiden Maschinen eine Schrupp- oder Schlichtbearbeitung, an einem Werkstück durchgeführt werden kann, wie Soraluce erklärt. Das spare enorm an Fertigungszeit, weil die komplette Bearbeitung des Werkstückes ohne Leerlauf oder Stillstand der Maschine erfolgen könne.
In Kombination mit Pendelbearbeitung würden die Rüstzeiten auf ein Minimum reduziert.
Weitere Duplex-Vorteile im Vergleich zur Portaflräse
Auch hier ergibt sich ein Kosten- und Platzvorteil gegenüber Portalfräsmaschinen. Die Soraluce-Duplex-Fahrständer-Fräs- und Bohrzentren sind oben offen, sodass Werkstücke von oben und den Stirnseiten leicht beladen werden können. Dazu wird noch ein geringer Längsverfahrweg in der X-Achse im Vergleich zu Portalfräsmaschinen benötigt. Die breite Brücke mit Frässchiebern (bis 2500 mm) bei Portalfräsmaschinen darf aus Sicherheitsgründen nicht in den zweiten Arbeitsbereich hereinragen. Dieser Punkt entfällt gänzlich bei den Soraluce Duplex Fahrständer Fräs- und Bohrcentren. Dadurch werden enorme Kosten bei der Anschaffung und natürlich im Platzbedarf gespart.
Eine weitere Soraluce-Ausbaustufe ist die automatisierte Werkstückzuführung über eine automatisierte Palettierung für einen mannarmen oder mannlosen Betrieb der Anlage(n) im Duplexverfahren.
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