Kriegseffekte Ukrainekonflikt belastet Verarbeitendes Gewerbe und Großbetriebe

Quelle: Pressemitteilung des IAB

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Im Juni stieg der Anteil der durch den Ukrainekrieg wirtschaftlich belasteten Betriebe in Deutschland an, konstatiert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung IAB. Hier Details ...

Panzer rollen in der Ukraine vorwärts, bei uns geht die Wirtschaft rückwärts! Wie das IAB in einer Befragung festgestellt hat, leiden vor allem das deutsche Verarbeitende Gewerbe und die Großbetriebe. Das hat unmittelbare Konsequenzen. Hier mehr dazu ...
Panzer rollen in der Ukraine vorwärts, bei uns geht die Wirtschaft rückwärts! Wie das IAB in einer Befragung festgestellt hat, leiden vor allem das deutsche Verarbeitende Gewerbe und die Großbetriebe. Das hat unmittelbare Konsequenzen. Hier mehr dazu ...
(Bild: dpa)

Demnach stieg im Vergleich zum Mai 2022 der Anteil der von den Auswirkungen des Ukrainekonflikts belasteten deutschen Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe um rund 3 Prozent an. Es drohen Personalanpassungen. Viele Betroffene haben bereits die Preise erhöht, die im Vergleich zum Mai um rund 5 Prozent zulegten.

Unschöne Gegenmaßnahmen für Personal und Verbraucher

Besonders stark nahmen im Juni Preiserhöhungen und Personalanpassungen in dieser Branche mit einem Plus von 8 respektive 9 Prozentpunkten zu. Bei den Großbetrieben gab es sogar ein Plus von 16 beziehungsweise 10 Prozentpunkten, wie das IAB analysiert hat. Die Juni-Ergebnisse bestätigen die schon auf Basis der Antworten im Mai gefundene starke Betroffenheit der Betriebe durch den Ukrainekrieg. Außer Preiserhöhungen reagierten die Betriebe auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten auch, indem weniger Personal eingestellt wird.

Insgesamt betrug der Anteil der Betriebe, die bisher ihre Produktion zurückfahren mussten, im Juni 14 Prozent. Der Anteil stieg damit zwischen Mai und Juni nicht wesentlich an. Im Verarbeitenden Gewerbe (plus 6 Prozentpunkte) und bei den Großbetrieben (plus von 11 Prozent) kam es jedoch zu deutlichen Anstiegen des Anteils der Betriebe mit Produktionsrückgängen.

Offensichtlich wird die die Lage eher noch verschärfen

Daraus könne man schließen, dass es im Juni noch für die allermeisten Betriebe genug zu tun gab und zwischen Mai und Juni nur in einzelnen Bereichen, wie eben im Verarbeitenden Gewerbe oder in Großbetrieben, die Produktion zurückgefahren wurde. Gleichwohl legten die Rückgänge der Einstellungen nahe, dass die Betriebe von einer weiteren Verschärfung der wirtschaftlichen Lage ausgingen.

In der repräsentativen Betriebsbefragung „Betriebe in der Covid-19-Krise“ wurden etwa 2.000 Betriebe zum Umgang mit der Corona-Krise befragt. Im Zuge der russischen Invasion der Ukraine wurden Fragen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges ergänzt.

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