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Biokunststoff Verarbeitung von Biokunststoffen für den Masseneinsatz bereit

| Autor / Redakteur: Dr. Thomas Isenburg / Peter Königsreuther

Vor einiger Zeit noch waren Biokunststoffe ein beliebtes Thema von Fachartikeln, Reportagen und anderen Beiträgen aus Forschung und Technik. Es schien, als ob diese „grünen“ Polymere die etablierten Kunststoffe zumindest partiell bald ersetzen würden. Zu einem regelrechten Durchbruch ist der Einsatz von auf nachhaltigen Rohstoffen aufgebauten Alternativen jedoch bisher nicht gekommen.

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Reifenhäuser stellt seinen Kunden bei Bedarf sein Technikum zur Verfügung. Dabei können auch Tests mit Biokunststoffen durchgeführt werden.
Reifenhäuser stellt seinen Kunden bei Bedarf sein Technikum zur Verfügung. Dabei können auch Tests mit Biokunststoffen durchgeführt werden.
(Bild: Reifenhäuser)

Zu Pionieren des deutschen Kunststoffmaschinenbaus gehört die Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik aus Troisdorf. Mit etwa 1500 Mitarbeitern und dem größten Extrusionsnetzwerk der Branche setzt das Unternehmen Impulse für die gesamte Kunststoffindustrie. Bereits 2008 gab die Reifenhäuser-Gruppe an die nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH aus Hürth eine Studie zur globalen Marktsituation von Biokunststoffen in Auftrag. Damals war die Biokunststoffindustrie mit Slogans wie „Raus aus der Nische – rein in den Massenmarkt.“ in das mediale Rampenlicht geraten.

Die Effizienz und Qualität einer Anlage gehen vor deren Nachhaltigkeit

Im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses standen Biokunststoffe meist in Form einfacher Einkaufstüten. Prognostiziert wurde damals, dass der Biokunststoff-Gesamtmarkt nach der Expertenmeinung in den nächsten Jahren zweistellig wachsen werde. Vor 10 Jahren betrugen die Produktionskapazitäten bei den Biokunststoffen etwa 265.000 t. Dieser Wert ist inzwischen auf etwa das 10-Fache gestiegen. Insgesamt werden jährlich deutlich über 300 Mio. t Kunststoffe produziert. Damit ist der prozentuale Anteil der Biokunststoffe allerdings noch sehr klein. Auf der K-Messe 2013 etwa widmete sich die Kunststoffbranche auch diesem Thema. Die Experten resümierten: „Lösungen für Ressourcenschonung und Energieeffizienz dominieren viele Produktionseinführungen. Das Bestreben, umweltverträglich und zugleich preisgünstig zu produzieren, prägt die Branche.“

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