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Wittenstein Verbesserte Performance von Nietprozessen

| Autor: Stefanie Michel

Spielfreiheit und hohe Drehsteifigkeit sind die wichtigsten Merkmale, mit denen ein neues Antriebssystem das Regelverhalten der MPAC-Nietmaschinen von Broetje-Automation optimiert und so deren Produktivität um bis zu 20 % verbessert.

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Dank Galaxie erreicht eine MPAC eine deutlich präzisere Bewegungsführung auch in Umkehrpunkten sowie eine um etwa 30 % schnellere Positionierung des Unterwerkzeugs.
Dank Galaxie erreicht eine MPAC eine deutlich präzisere Bewegungsführung auch in Umkehrpunkten sowie eine um etwa 30 % schnellere Positionierung des Unterwerkzeugs.
(Bild: Broetje-Automation)

Einen signifikanten Leistungsanstieg beim vollautomatischen Nieten von Flugzeug-Rumpfsegmenten und Verstrebungen von Flugzeugteilen: das ermöglichen die besonderen Merkmale der Galaxie-Getriebekinematik, wie sie Broetje-Automation als Winkelgetriebe in seinen MPAC-Nietmaschinen (MPAC = Multi Panel Assembly Cell) einsetzt. Statt eines Zahnrads verfügt Galaxie über 48 dynamisierte Einzelzähne, die um ein 2er- oder 3er-Polygon herum gruppiert sind und entlang der Innenverzahnung des Getriebehohlrades geführt werden. Fast alle Zähne sind zeitgleich an der Drehmomentübertragung und Steifigkeitsbildung beteiligt. Zudem erfolgt dieser Multizahneingriff nicht als Linien-, sondern als Flächenkontakt auf Basis der logarithmischen Spirale. Insgesamt erreicht die Galaxie-Kinematik dadurch bis zu 6,5-mal mehr tragende Zahnfläche als schrägverzahnte Planetengetriebe, wie sie Broetje-Automation bisher an der prozessführenden A2-Achse seiner MPAC-Nietmaschinen montiert hatte.

Mit bis zu 170 % mehr maximalem Drehmoment, einer bis zu 3-fach höheren Überlastsicherheit und bis zu 70 % größerem Hohlwellendurchmesser erreicht Galaxie bei vergleichbarer Baugröße unerreichte Leistungsdimensionen und übertrifft die Performance-Daten sonstiger Getriebekinematiken. „Entscheidend für uns waren die um Faktoren verbesserte Drehsteifigkeit der Galaxie-Kinematik und deren absolute Spielfreiheit auch bei Wechselbelastung im Nulldurchgang“, erläutert Dr.-Ing. Axel Peters, Executive Vice President Fastening bei Broetje-Automation. „Dadurch erreichen wir eine deutlich präzisere Bewegungsführung auch in Umkehrpunkten sowie eine um etwa 30 % schnellere Positionierung des Unterwerkzeugs der MPAC. Das hat den Niettakt von 18 auf 21 Nieten pro Minute erhöht.“

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Experte für Produktionsprozesse der Luft- und Raumfahrtindustrie

Die Broetje-Automation GmbH aus Wiefelstede bei Oldenburg ist seit über 36 Jahren als Partner der internationalen Flugzeugindustrie tätig. Rund um das Kerngeschäft mit Maschinen und Anlagen zum Nieten, Fügen und Montieren von kompletten Flugzeugstrukturen ist ein umfangreiches Leistungsportfolio entstanden. Es positioniert das Unternehmen über die Niettechnik hinaus als anerkannten Partner für die Fertigungsautomatisierung, für Systeme zum Herstellen und Verarbeiten von Bauteilen aus kohlefaserverstärkten Kunststoffen (CFK), für Roboteranwendungen und prozessüberwachende Bildverarbeitungssysteme sowie für Consulting und Service.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt