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Optimierung des Spänetransports beginnt schon in der Konzeptphase
Bereits in der Konzeptphase des Maschinengestells sind Aspekte eines optimalen Späneabtransports aus der Maschine konstruktiv zu betrachten. Ein zugänglicher Arbeitsraum, ein optimaler Spänefall sowie die weitestgehende Reduzierung von Störkanten und rauen Oberflächen, die den Spänefluss behindern, sind nur einige gestalterische Ansätze. Zur Unterstützung dieser Lösungen bietet Mineralguss einige technische Potenziale, wie die Integration von Zu- und Ableitungen für unterschiedliche Medien in das Maschinenbett sowie glatte und saubere Oberflächen der Bettbereiche, auf denen die Späne rutschen.
Hochdruckspülungen für Arbeitsräume lassen sich durch das Eingießen von Rohren und Schläuchen auf unterschiedlichste Art und Weise in das Maschinenbett integrieren. Von einem zentralen Eingang wird das Spülmedium innerhalb des Maschinenbetts bis an die vorgesehenen Austrittsstellen geleitet (Bild 1). Spüldüsen können durch das Einschrauben in eingegossene Fittings einfach angeflanscht werden.
Spänekasten wird in das Maschinenbett integriert
Die Funktion eines Spänekastens kann direkt in die Gestellstruktur integriert werden (Bild 2). Bei direktem, intensivem Spänebeschuss lassen sich Verschleißbleche partiell eingießen, einkleben oder anschrauben. Viele Befestigungsvarianten zu nachgeschalteten Späne- und Kühlmittelförderern, zum Beispiel zu Kratzband-, Magnetband-, Scharnierband- oder Zugklappenförderern, sind möglich. Zur leckagefreien Ausführung der Schnittstelle zwischen Mineralgussbett und Späneförderung gibt es verschiedene Gestaltungsansätze (Bilder 3). Dazu gehören das Konzept der Labyrinthdichtung, der Tropfnut und der Tropfkante:
- Bei der Labyrinthdichtung wird ein Rahmen mit Dichtung (Flachdichtung oder Dichtschnur) an das Maschinenbett geschraubt. Dieser Rahmen fungiert als Tropfblech. Für die Dichtschnur besteht die Möglichkeit, eine Einlegenut direkt in das Bauteil zu gießen. Der Späneförderer wird mittels Rollen unter das Maschinenbett geschoben. Das hat den Vorteil, dass die Entnahme für Reinigungs- und Reparaturarbeiten einfach erfolgen kann.
- Ist die Schnittstelle zwischen Mineralgussbett und Späneförderung als Tropfnut oder Tropfkante ausgeführt, wird der Späneförderer mit Hilfe von Stellschrauben von unten gegen das Maschinenbett gedrückt. Das Maschinenbett hat dabei entweder eine eingegossene Nut oder eine angegossene Kante.
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