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Barlog Gruppe

Verdrängt der 3D-Druck das Spritzgießen?

| Autor / Redakteur: Thomas Kalenbach / Peter Königsreuther

Spritzgießen oder 3D-Druck? Ein Experte der Barlog Gruppe kommentiert und beantwortet die Frage nach der richtigen Wahl des Fertigungsprozesses für Kunststoffteile. Thomas Kalenbach, Anwendungstechniker bei Barlog, weiß, wie der Hase läuft...
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Spritzgießen oder 3D-Druck? Ein Experte der Barlog Gruppe kommentiert und beantwortet die Frage nach der richtigen Wahl des Fertigungsprozesses für Kunststoffteile. Thomas Kalenbach, Anwendungstechniker bei Barlog, weiß, wie der Hase läuft... (Bild: Barlog)

Die Frage, inwieweit additive Fertigungsmethoden den etablierten Verfahren das Wasser abgraben, treibt auch die Kunststoffbranche um. Ein Anwendungsexperte für den 3D-Druck und die Spritzgießsimulation aus der Barlog Gruppe verrät hier, wie er die Sache sieht.

Im internationalen Vergleich ist die deutsche Wirtschaft, allen voran die Kunststoffbranche, bereits ein Vorreiter in der Nutzung von 3D-Druck. Jedoch sollten wir uns hierauf nicht ausruhen: Um sich langfristig am Markt zu behaupten, ist es wichtig, nicht nur offen für neue Technologien zu sein, sondern deren Entwicklung aktiv mitzugestalten. Zwar ist es noch unklar, inwieweit sich 3D-Druck außer dem Spritzguss etablieren wird, doch schon jetzt lässt sich das enorme Potenzial in vielen Bereichen nutzen – insbesondere im Prototyping.

Der 3D-Druck in der Kunststoffverarbeitung

Zahlreiche Verfahren und unterschiedliche Materialien bieten ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für 3D-gedruckte Bauteile – beispielsweise als Prototypen, Musterteile für Messen, Bauteile für Funktionstests kleinerer Baugruppen sowie Konstruktionsentwürfe und Vorrichtungen für die Fertigung. Einsatzgebiete gibt es vom Automobil- und Fahrzeugbau über das Bauwesen, die Elektrotechnik, die Luft- und Raumfahrt sowie den Maschinenbau bis hin zur Medizintechnik.

Spritzgießen contra 3D-Druck – was kann was?!

Klarer Vorteil des 3D-Drucks im Vergleich zum Spritzgießen ist die deutlich schnellere und somit auch günstigere Herstellung der Bauteile bei geringen Stückzahlen. Dazu kommt die Designfreiheit, sodass weitaus komplexere Modelle konstruiert und umgesetzt werden können. Allerdings fehlt es häufig noch an der entsprechenden Ausbildung von Konstrukteuren, um das Potenzial von 3D-Druck voll ausnutzen zu können. Weitere Vorteile sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten durch Material- und Farbwechsel sowie Geometrievarianten. Es gibt im Vergleich zum Spritzguss aber auch Nachteile:

Speziell in Bezug auf die Stückzahlen beschränkt sich der 3D-Druck eher auf Einzelteile oder Kleinserien. Zudem ist die Oberfläche der Modelle vom Verfahren abhängig und kann sich je nach Geometrie in Aufbaurichtung stufenartig ausbilden. Dieser stufenartige Aufbau kann in einigen Fällen zu Einschränkungen in den mechanischen Eigenschaften führen. Im Allgemeinen besitzen 3D-Druck-Teile unabhängig vom Verfahren in der Regel schlechtere mechanische Eigenschaften als Spritzgussteile.

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