Google+ Facebook Twitter XING LinkedIn GoogleCurrents YouTube

Barlog Gruppe

Verdrängt der 3D-Druck das Spritzgießen?

| Autor / Redakteur: Thomas Kalenbach / Peter Königsreuther

Spritzgießen oder 3D-Druck? Ein Experte der Barlog Gruppe kommentiert und beantwortet die Frage nach der richtigen Wahl des Fertigungsprozesses für Kunststoffteile. Thomas Kalenbach, Anwendungstechniker bei Barlog, weiß, wie der Hase läuft...
Bildergalerie: 4 Bilder
Spritzgießen oder 3D-Druck? Ein Experte der Barlog Gruppe kommentiert und beantwortet die Frage nach der richtigen Wahl des Fertigungsprozesses für Kunststoffteile. Thomas Kalenbach, Anwendungstechniker bei Barlog, weiß, wie der Hase läuft... (Bild: Barlog)

Die Frage, inwieweit additive Fertigungsmethoden den etablierten Verfahren das Wasser abgraben, treibt auch die Kunststoffbranche um. Ein Anwendungsexperte für den 3D-Druck und die Spritzgießsimulation aus der Barlog Gruppe verrät hier, wie er die Sache sieht.

Im internationalen Vergleich ist die deutsche Wirtschaft, allen voran die Kunststoffbranche, bereits ein Vorreiter in der Nutzung von 3D-Druck. Jedoch sollten wir uns hierauf nicht ausruhen: Um sich langfristig am Markt zu behaupten, ist es wichtig, nicht nur offen für neue Technologien zu sein, sondern deren Entwicklung aktiv mitzugestalten. Zwar ist es noch unklar, inwieweit sich 3D-Druck außer dem Spritzguss etablieren wird, doch schon jetzt lässt sich das enorme Potenzial in vielen Bereichen nutzen – insbesondere im Prototyping.

Der 3D-Druck in der Kunststoffverarbeitung

Zahlreiche Verfahren und unterschiedliche Materialien bieten ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten für 3D-gedruckte Bauteile – beispielsweise als Prototypen, Musterteile für Messen, Bauteile für Funktionstests kleinerer Baugruppen sowie Konstruktionsentwürfe und Vorrichtungen für die Fertigung. Einsatzgebiete gibt es vom Automobil- und Fahrzeugbau über das Bauwesen, die Elektrotechnik, die Luft- und Raumfahrt sowie den Maschinenbau bis hin zur Medizintechnik.

Spritzgießen contra 3D-Druck – was kann was?!

Klarer Vorteil des 3D-Drucks im Vergleich zum Spritzgießen ist die deutlich schnellere und somit auch günstigere Herstellung der Bauteile bei geringen Stückzahlen. Dazu kommt die Designfreiheit, sodass weitaus komplexere Modelle konstruiert und umgesetzt werden können. Allerdings fehlt es häufig noch an der entsprechenden Ausbildung von Konstrukteuren, um das Potenzial von 3D-Druck voll ausnutzen zu können. Weitere Vorteile sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten durch Material- und Farbwechsel sowie Geometrievarianten. Es gibt im Vergleich zum Spritzguss aber auch Nachteile:

Speziell in Bezug auf die Stückzahlen beschränkt sich der 3D-Druck eher auf Einzelteile oder Kleinserien. Zudem ist die Oberfläche der Modelle vom Verfahren abhängig und kann sich je nach Geometrie in Aufbaurichtung stufenartig ausbilden. Dieser stufenartige Aufbau kann in einigen Fällen zu Einschränkungen in den mechanischen Eigenschaften führen. Im Allgemeinen besitzen 3D-Druck-Teile unabhängig vom Verfahren in der Regel schlechtere mechanische Eigenschaften als Spritzgussteile.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45116751 / Kunststofftechnik)

Themen-Newsletter Produktion abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.

Meistgelesene Artikel

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

Aus der Praxis

Im Metall-3D-Druck-Zentrum von Audi

06.08.18 - Erfahrung und viel Eigeninitiative ist das Rezept von Audi zu einer erfolgreichen Additiven Fertigung im eigenen Haus. Wie sie es umsetzen, zeigt das 3D-Druck-Zentrum für den Metalldruck mit SLM-Verfahren. lesen

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

Fiessler

CE-Zeichen – und trotzdem nicht sicher

06.08.18 - Das Beispiel eines Maschinenimporteurs, der eine Gesenk­biegemaschine einführte, zeigt, dass man sich nicht immer auf das CE-Zeichen verlassen kann. Eine Überprüfung ergab, dass die Sicherheitssteuerung nicht vorschriftsgemäß in das Maschinenkonzept eingebunden war. Mit einer Nachrüstung konnte das Problem behoben werden. lesen

Pfiffiges Werkstoff-Know-how schafft stärkste Knarre aller Zeiten

Hazet und Matplus

Pfiffiges Werkstoff-Know-how schafft stärkste Knarre aller Zeiten

09.08.18 - Werkzeughersteller Hazet und Werkstoffspezialist Matplus, heißt es, kooperieren weiter, denn Ersterer will computerunterstützte Werkstoffsimulationen in Zukunft wieder nutzen, um innovative Werkzeuge zu entwickeln. Ein Ergebnis davon ist eine besonders robuste Knarre für Montagearbeiten. lesen