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Montagelösung

Vereinfachte Montage durch Blocksicherung

| Autor/ Redakteur: Gerald Scheffels / Rebecca Vogt

Um Leckagen und Ausfälle zu verhindern, hat Voswinkel ein Schlaucharmaturensystem entwickelt, das sich durch eine sogenannte Blocksicherung auszeichnet und dem Anwender das Montageende anzeigt.

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Voswinkel wurde 2014 Teil der Stauff Gruppe. Seit Anfang 2018 beziehen Kunden sämtliche Komponenten hydraulischer Leitungen, einschließlich der Voswinkel-Produkte, über die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG.
Voswinkel wurde 2014 Teil der Stauff Gruppe. Seit Anfang 2018 beziehen Kunden sämtliche Komponenten hydraulischer Leitungen, einschließlich der Voswinkel-Produkte, über die Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG.
(Bild: Stauff/Voswinkel)

Selbst beim Einsatz hochwertiger Schlaucharmaturen kann es an der Verbindungsstelle zwischen Schlaucharmatur und Verschraubung zu Leckagen und Ausfällen kommen. Der Grund hierfür ist oftmals, dass bei der Erstmontage beziehungsweise dem vorschriftsmäßigen Austausch von Schlauchleitungen das zulässige Anzugsdrehmoment überschritten wird. Um Fehlmontagen zu vermeiden, müsste das Servicepersonal grundsätzlich mit Drehmomentschlüssel arbeiten und konsequent über das vorgeschriebene Moment informiert sein. Der Realität am Montageband entspricht dies jedoch oft nicht.

Entwicklung einer ganzheitlichen Lösung, die dauerhaft funktionsfähig ist

Häufig ist auch die Materialfestigkeit des Gegenstutzens geringer als vorgegeben, weil etwa Guss-Formteile eingesetzt wurden. Das Ergebnis ist in beiden Fällen dasselbe: Die metallische Dichtfläche der schwächeren Komponente wird im Bereich des Dichtkonus bleibend verformt. Als Konsequenz entsteht ein erhöhtes Risiko, dass die Verbindung nach erfolgter Wiedermontage nicht mehr dicht ist oder aber zeitverzögert im Betrieb undicht wird. Zur Wiederherstellung einer sicheren dauerhaften Verbindung müssen die beschädigten Komponenten ausgetauscht werden.

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Prinzipiell könnte sich ein Hersteller von Armaturen mit diesen Erkenntnissen schon zufriedengeben: Schließlich hat er in solchen Fällen keinen Fehler gemacht. Bei Voswinkel, dem größten deutschen Produzenten von Hydraulik-Schlaucharmaturen, denkt man aber in Systemen und Funktionen. Dem Anwender soll dabei eine lösbare Verbindung von hydraulischen Leitungssystemen zur Verfügung gestellt werden, die nicht nur in sich, sondern als Gesamtsystem dauerhaft funktionsfähig ist. Aus diesem Anspruch ergibt sich daher folgende Vorgabe für die Konstrukteure: Praxisgerecht ist eine Schlaucharmatur, die zuverlässig, ohne Rücksicht auf das Anzugsmoment und die Festigkeitseigenschaften des Gegenstutzens, abdichtet.

Das neue Armaturensystem der Ecovos-Reihe mit 24°-Dichtkegel (EN 8434-1) unterscheidet sich von den bisher verfügbaren Schlaucharmaturen durch seine sogenannte Blocksicherung. Seit Mitte 2016 befindet sich das Produkt im Praxiseinsatz – unter anderem im Bereich der Mobilhydraulik. Die Rückmeldungen der Anwender fallen positiv aus: Die Montage sei deutlich vereinfacht und gleichzeitig weniger fehleranfällig, weil das Montageende eindeutig angezeigt werde – auch ohne permanente Überprüfung des Drehmoments.

Spannungswerte im Dichtspalt bleiben im elastischen Bereich

Blocksicherung bedeutet, dass die Spaltbreite zwischen den beiden Stirnflächen der zu verschraubenden Komponenten exakt definiert ist. Dieser Spalt stellt sicher, dass nach dem Verschrauben mit dem vorgegebenen Anzugsdrehmoment die für eine sichere und dauerfeste Verbindung notwendige Vorspannung in der Gewindepaarung erzeugt wird. Dabei wird die erforderliche Gegenkraft über die in Kontakt stehenden Stirnflächen hergestellt. Die nunmehr lediglich in metallischem Kontakt befindlichen Konusflächen erreichen bei geschlossenem Dichtspalt Spannungswerte, die sich maximal im elastischen Bereich der Materialien bewegen. Die Einflüsse der normativen Fertigungstoleranzen der Komponenten sind dabei in der axialen Dimension des Ringspaltes berücksichtigt.

Materialpaarung muss bei der Montage nicht beachtet werden

Diese konstruktive Gestaltung der lösbaren Verbindung stellt sicher, dass nach dem Erreichen des angegebenen Drehmoments die volle Dichtfunktion dauerhaft und reproduzierbar gewährleistet ist – auch nach mehrfachem Lösen und Wiederverbinden. Ein Überziehen des Anzugsmomentes wird blockiert und die im Gewinde erreichte Vorspannung verhindert das selbsttätige Lösen der Armatur im Lastfall. Die Ecovos-Schlaucharmaturen mit Blocksicherung werden in den Nennweiten DN06-DN16 angeboten. Aus Anwendersicht bieten sie den Vorteil, dass sowohl die Anzugsdrehmomente als auch die Art der Materialpaarung bei der Montage unberücksichtigt bleiben können. Der Anwender muss also nicht feststellen, ob er zum Beispiel ein Drehteil mit einem (weicheren) Gussteil oder einem Schmiedeteil paart.

Auch der bekannte, von Zink-Nickel-Oberflächenbeschichtungen ausgehende Einfluss auf die Dauerstandfestigkeit der Verbindung kann dabei unberücksichtigt bleiben. Das Montagepersonal müsse die Armatur nur so weit verschrauben, bis deutlich spürbar eine Metall-Metall-Verbindung hergestellt sei. Dann ist die Verbindung dauerhaft dicht und es ist laut Hersteller sichergestellt, dass die Armaturenkomponenten nicht geschädigt sind.

Folglich lassen sich mit den Schlaucharmaturen zuverlässig formschlüssige und dichte Verbindungen erreichen, die auch nach dem Lösen und Wiederverbinden ihre Eigenschaften behalten. Das gewährleistet zusätzliche Leckagesicherheit vor allem in der Mobilhydraulik. Zudem vereinfacht es das Austauschen von Hydraulikschläuchen im vorgeschriebenen Turnus: Der Gegenanschluss kann in den meisten Fällen problemlos wiederverwendet werden.

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