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Verpackungstechnik

Verpackungsformate schneller umstellen dank Positioniersystemen

| Autor/ Redakteur: Regina Euring / Benedikt Hofmann

Flexible und schnelle Umrüstung auf verschiedene Formate ist für Nutzer automatisierter Verpackungsanlagen ein Muss, um eine maximale Maschineneffizienz zu erreichen. Gerhard Schubert nutzt daher für die Umstellung auf andere Verpackungsformate spezielle Positioniersysteme.

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Durch die Vereinheitlichung der Arbeitsprozesse sichern die Maschinen von Gerhard Schubert eine stets gleichbleibende Qualität der Verpackungen.
Durch die Vereinheitlichung der Arbeitsprozesse sichern die Maschinen von Gerhard Schubert eine stets gleichbleibende Qualität der Verpackungen.
(Bild: Gerhard Schubert)

Für Rolf Bögelein ist klar: „Standardisierung trägt zur Leistungsfähigkeit eines Unternehmens bei. Und genau darum geht es unseren Kunden auch bei der Verpackung ihrer Produkte.“ Er ist Steuerungstechniker bei Gerhard Schubert, ein Unternehmen, das Verpackungsmaschinen für Pharmazeutika, Kosmetik, Lebensmittel sowie technische Artikel herstellt und namhafte Marken wie Nestlé, Danone und Unilever beliefert. Durch die Standardisierung der Arbeitsprozesse in den Maschinen möchte Schubert eine stets gleichbleibende Qualität der Verpackungen gewährleisten. Gleichzeitig soll es den Kunden ermöglicht werden, flexibel mit häufig wechselnden Verpackungsgrößen umgehen zu können. Der Trend hin zu individuellen, maßgeschneiderten Produkten macht diese Anpassungsfähigkeit zunehmend erforderlich. Schubert nutzt daher für die Umstellung auf andere Verpackungsformate die Positioniersysteme (PSE) von Halstrup-Walcher. Diese stellen einzelne Achsen einer Maschine mithilfe intelligenter Steuerungstechnik auf die Formatvorgaben des jeweiligen zu verpackenden Produkts ein. Das spart Zeit beim Umrüstvorgang, vermeidet Ausschuss und Maschinenstillstände durch Einstellfehler und ermöglicht so einen hohen Qualitätsstandard.

Anlage aus 26 Teilmaschinen

Maschinen der Verpackungsspezialisten werden hauptsächlich für die Endverpackung von einzelnen Produkten in Trays oder Faltkartons eingesetzt. „Wir haben eine Schachtelaufrichte-, eine Gruppier-, eine Füll- sowie eine Verschließmaschine und einen Palettierer im Programm“, erklärt Bögelein. Bei Schubert wird jede Verpackungsanlage aus einzelnen Teilmaschinen aufgebaut. „Die kleinste TLM-Verpackungsmaschine kann dabei aus einer einzelnen Teilmaschine bestehen. Der Durchschnitt liegt jedoch bei fünf bis sechs Teilmaschinen“, so der Experte. Große Verpackungsanlagen bringen es auf elf bis 15, die größte von Schubert bislang gebaute Anlage besteht aus 26 Teilmaschinen. Diese Standardisierung ermöglicht kürzere Lieferzeiten der Maschine und Anpassung an die individuellen Wünsche und Verpackungsprozesse der Kunden.

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Modularer Aufbau bringt Flexibilität

Die Teilmaschinen setzen sich aus TLM-Systemkomponenten zusammen. „Dazu gehören zum Beispiel der F2-Roboter zum Aufrichten, Befüllen und Verschließen von Schachteln, der F3-Roboter zum Entnehmen von Packmaterial sowie der vierachsige F4-Roboter. Das Pick-and-place-Aggregat pickt in Zusammenarbeit mit dem TLM-Vision-System Produkte vom kontinuierlich laufenden Produktband auf und platziert sie in einer Schachtel, einem Tray oder gruppiert sie auf ein Transmodul“, so Bögelein. Das Transmodul ist der erste Transportroboter der Welt, der die Produkte auf einem Schienensystem durch alle Teilmaschinen transportiert. Die Bedienerführung – also der Leitrechner der Verpackungsanlage – und das Maschinengestell komplettieren die Systemkomponenten von Schubert.

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