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Virtuelle Maschine ermöglicht schnelle Inbetriebnahme

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Mit virtuellen Maschinen auch extreme Situationen testen

Mehr als zwei Drittel der Steuerungssoftware dienen dazu, dass die Anlage sicher funktioniert. Dies zeigt, wie wichtig das ausführliche Testen ist. Aber reelle Tests sind teuer und gefährlich. Virtuelle Maschinen haben den Vorteil, dass sich damit nicht nur einfache, sondern auch extreme Situationen testen lassen, die man bei einer realen Maschine nicht durchführen würde, weil dies zu gefährlich wäre. Zudem ist es möglich, mit weniger Mitarbeitern deutlich mehr Tests durchzuführen.

Der Nutzen der virtuellen Maschine und der virtuellen Inbetriebnahme ist groß, ob bei Neuanlagen, bei Umbauten im Rahmen von Prozessoptimierungen oder bei Retrofitprojekten. Bei einer neuen Anlage zur Fertigung von Solarmodulen ermöglichte die virtuelle Maschine die Verwirklichung von Abläufen, unabhängig vom Fertigstellungsgrad der Maschine. Und bei der Vliesstoffherstellung sorgte der virtuelle Umbau der Altanlagen für eine minimale Unterbrechung des Produktionsprozesses.

Aufteilung in mechatronische Module erlaubt stärkere Standardisierung

Wichtig im Hinblick auf die digitale Fabrik und auf die effiziente Erstellung virtueller Maschinen ist der mechatronische Ansatz, also Mechanik, Elektrik, Pneumatik/Hydraulik und Steuerungssoftware als Einheit zu betrachten. Der Vorteil dieses Konzepts ist, dass die Aufteilung der Maschinen- und Anlagenteile in mechatronische Module eine stärkere Standardisierung zulässt und damit die Möglichkeit, diese Module wiederzuverwenden. Mit der Zeit entsteht so eine ganze Bibliothek funktionaler Module. Diese Module vereinfachen die Arbeit der Ingenieure, denn die virtuelle Maschine einer geplanten Anlage lässt sich aus diesen Bausteinen zusammensetzen; dies kann sogar bis zu einem gewissen Grad automatisiert werden, was die Entwicklungszeiten verkürzt. Ein Beteiligter bezeichnete dies als „Lego für Ingenieure“.

Mit diesem Modulbaukasten entsteht zwar keine 100%ige Projektlösung, jedoch erhält man relativ schnell ein Anlagenmodell, in das die Änderungswünsche des Kunden und des Anlagenbauers ohne Probleme eingearbeitet werden können.

Mit virtueller Inbetriebnahme Personal schulen

Bei der Anlage zur Solarmodulfertigung erstellten die Ingenieure ein virtuelles Modell aus Heitec-eigenen Objekten. Die virtuelle Inbetriebnahme lohnte sich, verglichen mit der realen, denn aufwendige Aufbauten der Anlagen konnten reduziert und Anlagenbediener und Wartungspersonal qualifiziert geschult werden (Bild 2 und 3).

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