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2012 kommt denn auch aus dem Bereich der Massivumformung ein bedeutender Wurf aus Waghäusel: Schuler präsentiert auf einer Hausmesse eine neu entwickelte Radwalze. Die dornlose Radwalze ist Kernstück einer Schmiedelinie, die nach China geliefert wird. Dabei übertragen hochdynamische Servomotoren das Drehmoment der Hauptantriebe über die Stegwalzen auf den vorgeschmiedeten Rohling. Aus ihm formen die Stegwalzen zusammen mit Hauptwalze und Kegelwalzen ein fast fertiges Eisenbahnrad.
Twin-Servo-Technologie stellt Pressenbau völlig auf den Kopf
Noch im selben Jahr präsentiert Schuler mit der Twin-Servo-Technologie (TST) eine Weiterentwicklung der SDT und stellt damit den Pressenbau völlig auf den Kopf. Die 1600-t-Presse beruht auf einem neuen Antriebskonzept mit zwei dezentralen Servomotoren im Pressentisch. Ermöglicht werden damit eine kompakte Bauweise und eine deutliche Verringerung der Geräuschemission. Zudem verbessern sich Zugänglichkeit und Steifigkeit im Vergleich zu bisherigen Servopressen.
Ein großer Schritt im Hinblick auf die Sicherung des Unternehmens war 2013 die Übernahme durch den breit aufgestellten österreichischen Industriekonzern Andritz.
Die Schuler AG ist heute der größte Pressenhersteller der Welt und mit seiner breiten Produktpalette deckt das Unternehmen fast alle Industriebereiche ab. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 konnte, wie ein Jahr davor, ein Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro verbucht werden. Beim Auftragseingang waren es 1,16 Mrd. Euro. 2014 ist das Schuler-Jubiläumsjahr – der Maschinenbauer ist nunmehr 175 Jahre jung.
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