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Ein überdimensionales Photovoltaiksegel legt sich mit einer Neigung von 34 ° auf die natürlich gegebene Hangsituation und ist außerdem ausdrucksstarkes Gestaltungselement. Mit einer Größe von 25 x 48 m ist es ein wichtiger Baustein des Energiekonzeptes. Auf einer Fläche von 1200 m² wurden etwa 906 Module mit einer Leistung von 117,76 kWp verbaut. Diese erzeugen jährlich zirka 100.000 kWh Strom, wodurch wiederum zirka 70.000 kg Kohlendioxid pro Jahr eingespart werden können.
Das komplette Gebäude ist in Skelettbauweise errichtet worden. Die Hülle des Bürobereiches besteht aus vorgehangenen Stahlbetonfertigteilen und einem auf das Energiekonzept abgestimmten Wärmedämmverbundsystem. Das Lager umschließt eine Sandwichverkleidung, die den technischen Charakter des Gebäudeteils unterstreicht.
Eisspeicher nutzt physikalischen Vorgang des Phasenübergangs
Das Kernstück der Konzeption ist jedoch der 400 m³ fassende Eisspeicher. Der simple Vorgang des Phasenüberganges von 0 °C kaltem Wasser zu 0 °C gefrorenem Wasser macht man sich hier zu Nutze. Die bei dieser Aggregatszustandsänderung freigesetzte Energie entspricht dem Vorgang der Abkühlung von etwa 80 C° warmen Wasser auf zirka 0 °C. Zwei Sole-/Wasser-Pumpen mit einer Leistung von 40 und 27 KW entziehen dem Speicher die eingelagerte Energie und wandeln sie über einen Wärmetauscher durch Verdampfung und Kompression in der Wärmepumpe in Heizenergie um. Diese reicht aus, um das gesamte Gebäude im Winter zu beheizen beziehungsweise im umgekehrten Fall im Sommer zu kühlen. Die Regenerierung des Eisspeichers erfolgt über eine Absorberkollektoranlage, die zwischen den Photovoltaikelementen verbaut wurde. Sie benötigt Außentemperaturen von etwa 7 °C oder die direkte Sonneneinstrahlung. Die Kühlung erfolgt durch das Abführen der im Sommer in den Räumen anfallenden Wärmeenergie in den Eisspeicher. Dieser Vorgang trägt ebenfalls zur Regenerierung des sogenannten Pendelspeichers bei.
Neuartiger Heizkörper dreimal so viel Wärme wir ein Standardmodell
Unterstützt wird die Technik mit einem neuartigen Heizkörper in den Räumen. Dieser produziert zwei- bis dreimal so viel Wärme und ist zirka fünf Mal so effektiv wie ein herkömmlicher Heizkörper gleicher Bauart. Diese Vorteile werden durch ein integriertes Lüftersystem erreicht, das eine höhere Umwälzrate produziert und somit den Raum bis zu neun Mal schneller aufheizt. Dieser Lüfter kann selbstständig oder in Verbindung mit modernen Gebäudemanagmentsystemen betrieben werden.
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